Gibt es bald einen Kinder- und Jugendbeirat in Wanfried?

Die Wanfrieder Stadtverordnete wollen mehr jugendliche Beteiligung in der Politik. Dafür soll das Interesse an einem Kinder- und Jugendbeirat in Wanfried überprüft werden.

Wanfried. Der Wanfrieder Magistrat wird sich in den kommenden Wochen wieder dem Thema „Einführung eines Kinder- und Jugendbeirates" annehmen. So beschlossen es vergangenen Freitag die Stadtverordneten einstimmig. Voran gegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, die damit der Politikverdrossenheit der Jugendlichen entgegenwirken und die Teilnahmebereitschaft an politischen Prozessen erhöhen will.

Schnittstelle fehlt

„Durch die Abschaffung der professionellen Jugendarbeit hier vor Ort, fehlt eine Schnittstelle zwischen Jugendlichen und der stadtinternen Politik. Dagegen müssen wir etwas tun. Die Politik sollte den Jugendlichen wieder näher gebracht werden”, begründet Benjamin Franke den Antrag seiner Fraktion. Mit einem Kinder- und Jugendbeirat soll auch dem Negativtrend der Überalterung des Wanfrieder Stadtparlaments ein Riegel vorgeschoben werden. Die SPD schlägt weiterhin vor, dem Beirat einen festgelegten Betrag im Haushalt einzuräumen, damit eigene Projekte der Jugendlichen realisiert werden können.

Breite Zustimmung

Dem Grundanliegen der SPD stimmten auch die Vertreter der FDP und CDU zu. An der Ausführung des Beschlusses entstand jedoch Diskussion. So wies Ilse von Scharffenberg (CDU) darauf hin, dass bisher gefasste Beschlüsse in dieser Richtung nicht ignoriert werden sollten. Bereits im Jahre 2000 liegt ein erster Antrag zum Thema Kinder- und Jugendbeirat vor. „Daraufhin wurde ein Kinder- und Jugendforum eingerichtet, das großes Interesse hervor rief, und aus dem ein Arbeitskreis entstand. Gültige Richtlinien wurden beschlossen. Doch zwei Jahre später war das Interesse bereits wieder erloschen”, erläutert Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Jetzt will es die Stadt nochmals versuchen und das Interesse abfragen. „Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Doch sollte diese Aufgabe nicht nur Magistratsarbeit sein, sondern auch die Stadtverordnete und die Parteien sind gefragt, die Jugendlichen wieder vermehrt anzusprechen”, so Bürgermeister Wilhelm Gebhard abschließend.

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