Eschwege: Neue Kindertagesstätte kommt 2018

Eschweger Stadtverordnete stimmen mehrheitlich für weitere Kindertageseinrichtung in der Kreisstadt

Eschwege - Jetzt ist es offiziell: Bis August 2018 soll es in der Kreisstadt Eschwege eine neue Kindertageseinrichtung geben. Dies beschlossen die Stadtverordneten am vergangenen Donnerstag mehrheitlich. Dabei wurden im Vorfeld 21 Objekte von fachkundigen Personen auf Eignung geprüft, wie Bürgermeister Alexander Heppe berichtete. Dabei fiel die Standortsuche für eine mindestens fünfgruppige Einrichtung auf insgesamt drei Varianten. Im Fokus standen dabei insbesondere Standorte, die eine schnelle und gute Umsetzung gewährleisten.

Übrig blieben ein Neubau am Schwimmbad bzw. am Bahnhof sowie das alte Postgebäude in der Friedrich-Wilhelm-Straße, das von einem Investor entsprechend als Kita umgebaut und dann an die Stadt vermietet würde. SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag sah den Standort am Schwimmbad als kritisch. „Die verkehrliche Bindung ist kompliziert. Außerdem sollte man die Fläche des ehemaligen Freibades als Optionsfläche offen halten“, so Feiertag.

Drei Standorte in der engeren Auswahl

Bei der Auswahl der Flächen sah sich insbesondere die Opposition hinter das Licht geführt, würden von den 21 Objekten doch jetzt lediglich drei in Frage kommen. Bürgermeister Alexander Heppe merkte jedoch an, dass die übrigen Gebäude bzw. Standorte nicht die benötigten Kriterien erfüllen würden und wünschte sich von den Stadtverordneten mehr Vertrauen in die fachkundige Arbeitsgruppe. Der FWG-Stadtverordnete Jochen Grüning sympathisierte mit dem Gebäude an der Post. „Aufgrund der Größe ist hier nicht nur viel Kapazität für die neue Einrichtung, sondern auch die zeitliche Realisierbarkeit ist möglich“, so Grüning. Der CDU-Fraktionsvorsitzende bemängelte die Kritik der Opposition. Man solle sich doch nicht über Ideen unterhalten, wenn die ausgeschiedenen Objekte ohnehin nicht in Frage kommen würden und führte einige Objekt-Beispiele aus der Tischvorlage der Stadtverordneten auf. So stünden diese entweder zur Zeit gar nicht zum Verkauf oder würden mehr Zeit in Anspruch nehmen als vorhanden.

Der GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende Lothar Dietrich regte bereits jetzt den Personalbedarf für die neue Kita an, die bei Planung und Umsetzung auch nicht aus den Augen verloren werden solle.

Doch nicht nur der Neubau soll zukünftig realsisiert werden. Kurzfristig soll auch eine Übergangslösung für die fehlenden Kita-Plätze gefunden werden. „Wir suchen hierfür derzeit geeignete Räume – auch eine kurzfristige Container-Lösung wäre möglich“, sagte Alexander Heppe, der durch die Fachgruppe derzeit die genaue Kinderzahl ermittelt, die ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 definitiv einen Platz benötigt.

Jährliche Bedarfsplanung

Um langfristig einen genauen Überblick über die Bedarfe zu haben, werden diese künftig jährlich von einer fachkundigen Arbeitsgruppe ermittelt und ausgewertet. Hierbei werden dann unterschiedliche Bedarfe beleuchtet, die dann auch den tatsächlichen Werten entsprechen würden. Die Planungen aufgrund von Prognosen seien laut Heppe zu ungenau. „Der Bedarf und die Kinderzahlen wachsen schneller als wir mit dem Raum nachgekommen sind. Die Prognose ist um gut 100 Kinder gestiegen“, merkte der Bürgermeister an. Die Kindergartenbedarfsplanung soll nun jährlich fortgeschrieben und dem Ausschuss für Familie und Soziales vorgestellt werden. Der Magistrat hingegen wird beauftragt, sich mit den Trägern auf Regeln der unterjährigen Aufnahme von Kindern zu verständigen. Die Planungen gelten von 2017 bis 2020.

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