Eschwege verzeichnet Engpässe bei der Kinderbetreuung

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Im Oktober 2015 wurden in der AWO-Kita-Kleine Strolche 24 neue Krippenplätze geschaffen. Eineinhalb Jahre später herrscht in Eschwege dringender Bedarf an weiteren U3-Plätzen.

Das Angebot an Kita-Plätzen in Eschwege reicht nicht aus. Der Magistrat soll ein Konzept erstellen, wie die Stadt der Nachfrage gerecht werden kann.

Eschwege. „Das Angebot an Kita-Plätzen in Eschwege reicht nicht aus“ – das räumte Bürgermeister Alexander Heppe in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ein. „Dringender Handlungsbedarf“ herrsche vor allem bei den Unter-Dreijährigen. Bei den Über-Dreijährigen hingegen stünden 21 Kindern auf der Warteliste immerhin 17 freie Plätze gegenüber.

Zuvor hatte die SPD-Fraktion beantragt, dass der Magistrat kurzfristig ein nachhaltiges Konzept vorlegen soll, wie die Stadt drohenden Engpässen bei der Betreuung vorbeugen kann. Die übrigen Fraktionen stimmten dem zu.

Fehlende Betreuungsplätze seien schädlich für Eschwege, sagte SPD-Fraktionschef Alexander Feiertag. Er hob die Bedeutung frühkindlicher Bildung hervor und verwies auf Eschweges Status als „familienfreundliche Kommune“. Zudem spielten Kita-Plätze eine wichtige Rolle bei der Wohnortwahl junger Familien, so Feiertag weiter.

„Suche nach wirtschaftlicher Lösung läuft bereits“

Bürgermeister Heppe versicherte, dass die Suche nach einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung bereits im Gang sei. Ein ursprünglich geplanter Neubau werde aufgrund von Kosten-Nutzen-Erwägungen jedoch nicht realisiert. Die Umsetzung der Pläne hätte lediglich zwölf neue Krippenplätze gebracht – bei Kosten von rund zwei Millionen Euro.

Trotz der Erklärungen warf Karl Montag (SPD) Heppe mit Blick auf die vorherrschenden Engpässe Versäumnisse vor. Der Bürgermeister habe laut Magistratsprotokollen spätestens im Juni 2016 gewusst, dass dieses Problem auf die Stadt zukomme.

„Seitdem geschah meines Wissens nach sehr wenig im Hinblick auf die Zukunftsplanung unserer Kitas“, kritisierte Montag und mahnte zur Eile. Mit Blick auf die Flüchtlingskinder prognostizierte er einen weiterhin steigenden Bedarf nach Kita-Plätzen in der Kreisstadt.

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