Kommen jetzt gleich zwei neue Kitas nach Eschwege?

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Derzeit gibt es acht Kita-Standorte in Eschwege. Drei weitere werden derzeit überprüft. Zur Diskussion steht der Umbau des alten Postgebäudes in der Friedrich-Wilhelm-Straße, ein Neubau durch einen Investor am Stadtbahnhof sowie der Neubau einer neuen Kindertageseinrichtung nahe des Schwimmbades. 

Magistrat legte Ausschuss verschiedene Möglichkeiten zur Kita-Planung vor – Neubau am Bahnhof favorisiert

Eschwege. In den letzten Wochen hat ein Arbeitskreis verschiedene Möglichkeiten geprüft und zunächst dem Magistrat und dann in einer gemeinsamen Sitzung den Ausschüssen für Familie und Soziales und Bauen und Umwelt vorgelegt.

Es haben sich mehrere Varianten ergeben, die im Ausschuss diskutiert wurden. Favorisiert wird vom Magistrat derzeit der Neubau einer dreigruppigen Kindertagesstätte durch einen Investor neben dem Waldorfkindergarten (Alter Bahnhof). Betreiber der Kindertagesstätte wäre der Waldorfschulverein und die Stadt würde, wie bei allen freien Trägern, das Betriebskostendefizit übernehmen. Es entstünde dann dort ein Komplex mit insgesamt fünf Kindergartengruppen. Außerdem ist geplant im Erdgeschoss Postgebäude in der Friedrich-Wilhelm-Straße eine weitere viergruppige Kita einzurichten, die bei Bedarf auch noch in das erste Obergeschoss erweitert werden könnte. Auch in diesem Fall wäre die Stadt nicht Eigentümerin der Immobilie. Die Planung sieht vor, dass das Gebäude zunächst gepachtet und später eventuell gekauft wird. „Das ist eine städtebauliche Chance, um einen drohenden Leerstand zu verhindern und eine Möglichkeit ein denkmalgeschütztes Gebäude sinnvoll zu nutzen“, begründete Bürgermeister Heppe die Empfehlung des Magistrats. In einem zweiten Schritt will der Bauunternehmer auf dem Grundstück in Richtung des Schützengrabens außerdem mehrgeschossige Wohnhäuser bauen. Auch dies wird vom Magistrat als sehr positiv angesehen, da die städtebauliche Entwicklung des gesamten Bahnhofsumfeldes derzeit von der Stadt forciert wird.

In der Diskussion wurden auch Zweifel an dem Standort Post geäußert. Dr. Peters hob dabei besonders die Verkehrssituation hervor. Busverkehr, Durchgangsverkehr, die Besucher des Amtsgerichts, der Commerzbank und der Sparkasse und die Eltern, die ihre Kinder zur Friedrich-Wilhelm-Schule bringen oder sie abholen sorgen für ein hohes Verkehrsaufkommen. Er habe viele Jahre seine Praxisräume in der Friedrich-Wilhelm-Straße gehabt. „Die Post ist hoch gefährlich, da muss man die Kinder bewachen“, sagte er.

Geprüft wird auch der Standort „Alte Post“.

Es wurde weiterhin ein Neubau durch die Stadt auf dem Gelände des Freibades diskutiert und auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass die Stadt selber auf dem Grundstück neben dem Waldorfkindergarten eine Kita baut. Dagegen wurden allerdings das Argument eingebracht, dass es nicht gut ist sieben Kindergartengruppen (fünf städtische Gruppen und zwei Waldorfgruppen) und damit etwa einhundert Kindergartenplätze an einem Standort zu haben. Außerdem sei es problematisch zwei Tagesstätten von verschiedenen Träger in unmittelbarer Nähe zu errichten, erläuterte Hartmut Adam, Leiter des Fachbereichs Familie und Soziales.

Einzelheiten zu der Option Neubaus durch einen Investor konnten noch nicht berichtet werden, da das Angebot erst vier Tage vorher der Stadt unterbreitet wurde.

Sämtliche anderen Standorte sind bei den Untersuchungen des Ausschusses aus verschiedenen Gründen ausgeschieden.

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