Im Mai kommt die Gelbe: Tonne ersetzt in Eschwege die Säcke

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(V.li.) Holger Kachel, Geschäftsführer der Umweltservice Wartburgregion, Marco Diegel, Betriebsleiter des Fehr Standortes Weidenhausen, Bürgermeister Alexander Heppe und Uwe Schäffer, Betriebsleiter des Baubetriebshofes der Stadt Eschwege, stellen die neue Tonne für Wertstoffe vor, die ab Mai 2020 die gelben Säcke ablösen wird.

Ab Mai werden bei den Haushalten in Eschwege die Gelben Tonnen geleert. Der Gelbe Sack wird damit abgelöst.

Eschwege - Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nimmt Gestalt an. Die Tage der gelben Säcke sind gezählt und ab Mai werden die Eschweger ihren Verpackungsabfall in 240 Liter fassende gelbe Tonnen entsorgen. Vom 1. Januar an wird die Firma Umweltservice Wartburgregion aus Eisenach in Zusammenarbeit mit der Firma Fehr die Sammlung der Tonnen für das Duale System übernehmen. Im April wird von dem Unternehmen damit begonnen, an alle Haushalte in der Kernstadt und den Ortsteilen Albungen, Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Oberdünzebach, Niederhone und Oberhone die gelben Tonnen zu verteilen.

Tonnen kommen Ende April

Sollte man Ende April keine Tonne haben oder zu viele Tonnen ausgegeben worden sein, kann man sich bei einer Hotline melden (Tel. 0800 6665445). Die Tonnen werden im 14-tägigen Rhythmus abgeholt, der Wechsel zwischen Sommer- und Wintervariante der Abholung entfällt. Sechs Monate lang werden gelbe Säcke zusätzlich noch abgeholt, wenn sie neben den neuen Tonnen abgestellt werden. Im Jahr werden im ganzen Werra-Meißner-Kreis drei Millionen gelbe Säcke von der Bevölkerung abgeholt. Nach der Kalkulation des Aufkommens des Verpackungsmülls wären nur 750.000 Säcke notwendig. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass ein Großteil der Säcke zweckentfremdet wird.

25 bis 30 Tonnen Kunststoff einsparen

„In Eschwege werden durch die Einführung der gelben Tonne im Jahr rund 750.000 gelbe Säcke mit einem Gewicht von 25 bis 30 Tonnen Kunststoff eingespart“, erläutert Holger Kachel vom Umweltservice Wartburgregion GmbH. Das Unternehmen hat jahrelange Erfahrung mit gelben Tonnen, denn im Wartburgkreis gibt es dieses System schon seit 1993 und in der Kernstadt von Eisenach seit acht Jahren.

Laut Holger Kachel ist bundesweit der Trend zu verzeichnen, dass immer mehr Städte und Gemeinden vom Sammeln in Säcken weggehen und Tonnen einführen. Für spezielle Wohnsituationen soll es Sonderregelungen geben, in denen ein Sammeln in Säcken weiterhin erlaubt ist. Allerdings müssen diese Säcke in Zukunft gekauft werden. „Wir können nicht zwei Systeme kostenlos nebeneinander vorhalten“, sagt Holger Kachel. „Die gelbe Tonne ist eine exzellente Möglichkeit, Kunststoff zu vermeiden“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Mit der Einführung der Tonne sei außerdem das leidige Thema herumfliegender Verpackungsmüll durch zerfetzte Säcke nach Tierfraß oder starkem Wind erledigt.

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