Konzept zum Dorfentwicklungsprogramm abgeschlossen

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Die Erstellung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes für Witzenhausen ist abgeschlossen. Nun müssen die Leitgedanken umgesetzt werden.

Witzenhausen-Kleinalmerode. Abschluss und Auftakt gleichzeitig, das war der Fahrplan für die Veranstaltung  zur Erstellung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) – des Dorfentwickungsprogramms, das die Ortsteile Witzenhausen einbezieht.Zum letzten Mal luden Dr. Franziska Lehmann, Dr. Michael Glatthaar, Ursula Land und Raphael Schucht vom Planungs- und Entwicklungsbüro proloco die engagierten und interessierten Bürger der Kirchenstadt ein. Dieses Mal ins Dorfgemeinschaftshaus in Kleinalmerode. Dann ist Witzenhausen quasi auf sich alleine gestellt."Es war ein sehr interessanter Prozess, sehr vielseitig und spannend. Schön war, wie die Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenkamen", sagte Raphael Schucht, der als Geograf bei proloco seinen zweiten Prozess dieser Art begleitet, bei dem es darum geht, eine Dorfentwicklung mit gesamtkommunaler Zukunftsstrategie vorzulegen.

Ein Rückblick über das vergangene ,Konzeptjahr’ zeigte Fotos von den Veranstaltungen, Foren, Steuerungsgruppen, auf denen viel Aktivität und Kreativität der Witzenhäuser sichtbar war. Elvira Valtink (Dorf- und Regionalentwicklung Werra-Meißner-Kreis) brachte es auf den Punkt: "Eine Stadt mit 16 Ortsteilen und dem demografischen Wandel als Herausforderung – das geht nur gemeinsam. Mit Engagement, Freude und Austausch".

Spannend war auch die gemeinsame Erarbeitung des Leitbilds Witzenhausens; das Ergebnis: "Wissen liegt in unserer Natur – offen, innovativ, neugierig".

Leitlinien und Projekte

Stärken und Schwächen wurden analysiert, Wünsche aufgenommen und dringliche Handlungsbedarfe herausgestellt.Folgende Leitlinien wurden erarbeitet:- Gemeinsamkeit und Miteinander – unserer Dorfgemeinschaftshäuser und Bürgerhäuser,- Lebenswert in Witzenhausen älter werden,- Mittendrin – jedem Ort seine Mitte,- Innovativ und nachhaltig – Green Valley,- Allgemeine Mobilität,- Aktivtourismus – Witzenhausen und seine Ortsteile aktiv erleben.Hieraus ergeben sich konkrete Startprojekte, ab sofort angegangen werden können. Für folgende Aktivitäten  steht ein Budget von 30.000 Euro zur Verfügung:- Kostenklärung und Reihenfolge zur Barrierefreiheit in den Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäusern,- Informationsbroschüre über die DGHs/BGHs- "Seniorenkümmerer" – Aufgaben und Ziele- Jedem Ort seine Mitte – Verständigung auf eine zeitliche Reihenfolge,- Witzenhäuser Wirtschaft im Netz (Internet),- Witzenhausen mobil (eMobilität, Dorfautos, etc)- Qualitätsmerkmal Luftkur-/Erholungsort.

"In wirklich solidarisch beachtlicher Weise haben sich Bewohner und Ortsvorsteher zusammengesetzt und die zukunft der Orte geplant", fasste Bauamtsleiter Bernd Westermann zusammen.

Der Schwerpunkt werde   unter anderem auf die Mobilität   gelegt. Weiterhin soll am Startprojekt Identitätsstiftende Mitte gearbeitet werden. Westermann: "Es geht darum, einen Ort im Dorf zu finden, der die Kommunikation und das Miteinander fördert." Im März oderApril wird zu einer ersten Arbeitsgruppen-Sitzung eingeladen.

Bürgermeisterin Angela Fischer wies darauf hin, dass es jetzt darauf ankäme, dass sich Menschen für die Weiterführung der Projekte bereit erklärten. Sie dankte den engagierten bürgergruppen und wies darauf hin, dass weiterhin die Möglichkeit für Interessierte bestehe, aktiv die Zukunft ihres Ortes mitzugestalten.

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