Kreis lud zum Fachtag ein: „Verschiedenheit gemeinsam (er)leben“

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Ute Simon vom Fachdienst Kinderbetreuung und Fachaufsicht beim Werra-Meißner-Kreis und Referentin Dr. Heidi Keller konnten rund 140 Teilnehmer bei dem Fachtag begrüßen.

Vergangene Woche hatte der Kreis Fachkräfte aus den Bereichen Kindertagesbetreuung, Kindertagespflege, frühe Hilfen und Jugendhilfe zu einer Fachtagung eingeladen. Die eintägige Veranstaltung unter dem Titel „Verschiedenheit gemeinsam (er)leben – mit Kindern und Eltern unterschiedlicher Kulturen“.

Werra-Meißner. Viele Fachkräfte wurden in den letzten Jahren vor neue Herausforderungen gestellt, insbesondere in den Arbeitsfeldern, in denen Menschen mit Fluchthintergrund Hilfen, Unterstützung und Begleitung erfahren. Inzwischen gehöre es zum Alltag der Fachkräfte in Kindertagesstätten, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen mit den Verschiedenheiten von Familien und Kindern zu leben und zu arbeiten, weiß Ute Simon, vom Fachdienst Kinderbetreuung und Fachaufsicht beim Werra-Meißner-Kreis aus täglicher Erfahrung. „Hier waren und sind ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Verständnis, Informationen über Herkunftsländer und Fantasie bei der Überwindung von Sprachbarrieren erforderlich“, berichtet Simon über die Besonderheiten bei der Arbeit mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien.

In den vergangenen Jahren hätten Fachkräfte in Kindertagesstätten, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen bereits umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Doch trotz dieser vielfältigen Erfahrungen bestünden weiterhin Herausforderungen und offene Fragestellungen zum interkulturellen Miteinander, so Simons Erfahrungen. Genau an dieser Stelle wolle der Kreis mit einem Fachtag die Situation aufgreifen. „Wir möchten den Fachkräften aus allen Bereichen die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit Kollegen aus anderen Einrichtungen tiefer in die Thematik einzusteigen und sich auszutauschen“, beschreibt Simon die Intention der Fachbereichsübergreifenden Fachtagung, zu der rund 140 Teilnehmer aus Nordhessen zusammengekommen sind.

Nach einem Impulsreferat von Dr. Heidi Keller von der Universität Osnabrück zum Thema „Wir sind alle gleich und doch verschieden – Die Bedeutung von Kultur für Entwicklung, Erziehung und Bildung“, konnten die Teilnehmer in sechs Workshops rund um das Thema Umgang mit Kindern und Familien aus unterschiedlichen Kulturen in der Kinderbetreuung die eigenen Erfahrungen und Standpunkte reflektieren, neue Erkenntnisse gewinnen und Ideen für ihre Praxis sammeln.

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