Kreisbauernverband Werra-Meißner bietet Patenschaften für Blühstreifen

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So üppig kann ein Blühstreifen im Sommer aussehen und vielen Tieren als Nahrung und Lebensraum dienen.

Der Kreisbauernverband des Werra-Meißner-Kreises startet das Projekt der Blühstreifenpaten. Damit kann jeder zehn Quadratmeter Blühstreifen als Pate übernehmen.

Wanfried. Insektenrückgang, Bienensterben, seit Jahren häufen sich die schlechten Nachrichten. Fest steht, wenn nicht bald gehandelt wird, werden nach den Insekten als nächstes die Vögel verschwinden. Weil aber nicht jeder einen Garten hat, in dem er Blühpflanzen als Futter für Insekten anpflanzen kann, gibt es vom Kreisbauernverband des Werra-Meißner-Kreises das Projekt Blühstreifenpaten. Für fünf Euro kann jeder zehn Quadratmeter Blühstreifen als Pate übernehmen. Auf diesen Flächen wachsen speziell angebaute unterschiedliche nektarliefernde Blühpflanzen.

Die Blüte des Streifens dauert oft bis in den Herbst hinein und bietet nektarsuchenden Insekten Nahrung und erfreut Passanten mit seiner Farbenpracht. Außerdem fördern die Blühflächen die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft, schützen vor Erosion und bietet Bodenbrütern Nistplätze. „Jeder, der mitmacht, erhält ein Patenschaftszertifikat und bei Flächen ab 50 Quadratmetern gibt es zusätzlich Bilder der Blühfläche, genaue Standortangaben und Fotos der Fläche. Außerdem bekommen die Paten im Herbst noch ein Glas Honig eines benachbarten Imkers“, berichtet Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband des Werra-Meißner-Kreises.

Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband, Johannes Walter (Mitte), Landwirt auf der Mittelmühle in Wanfried und Walter Krüger, Imkerberater in Hessen, arbeiten beim Projekt Brühstreifenpaten zusammen.

Die Patenschaft dauert bis zum Herbst, wenn die Flächen abgeblüht sind. „Wir versuchen generell Patenschaften in der Nähe des Wohnortes zu vermitteln und streben auch an, die Flächen zu vernetzen“, berichtet sie. Außerdem sind die Blühstreifen ein wichtiger Nistplatz für Vögel und Lebensraum für andere Tiere wie Rebhühner und Feldhasen. Johannes Walter, Landwirt aus Wanfried beteiligt sich an dem Projekt und stellt Ackerflächen zur Verfügung. In den nächsten Wochen wird er mit der Aussaat beginnen. „Der Landwirt bekommt die Kosten für das Saatgut und die Aussaat erstattet, was bei der Patenschaft darüber hinaus eingenommen wird, geht an einen gemeinnützigen Zweck“, berichtet Stefanie Wittich.

Walter Krüger, Imkerberater in Hessen, sieht das Projekt sehr positiv und wünscht sich, dass solche Blühflächen an exponierten Stellen, zum Beispiel an Radwegen, entstehen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Er erinnerte daran, dass die Biene das wichtigste Nutztier sei und 80 Prozent aller Feldfrüchte über Bienen bestäubt würden. Wer Blühstreifenpate werden möchte, kann sich beim Kreisbauernverband Werra-Meißner telefonisch unter Tel. 05651–745660 melden oder sich mit Angabe seines Wohnortes per Mail an kbv.wmk.wittich@gmail.com melden.

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