Kritik für Fehler am Pavillonbau in Großalmerode

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Stadtverordnete kritisieren Magistrat für die Fehler am Pavillonbau auf dem Marktplatz in Großalmerode

Großalmerode. Der halbfertige Pavillon in Großalmerode beschäftigte die Stadtverordneten der Ton-Stadt erneut während ihrer vergangenen Versammlung. An deren Ende fiel die Entscheidung, den bisherigen Bau teilweise abzureißen und geändert fertigzustellen. So wird etwa das bereits bestehende Dach abgetragen, um die Holzelemente – auf denen das Dach ruht – zu entfernen, um dann das Dach direkt auf den noch bestehenden Bau zu setzen (siehe Bild 2). Neben den Elementen sollen auch noch einige Fachwerkbalken an der Vorderseite des Gebäudes (siehe Bild 4) entfernt werden.Seitens der Verwaltung geht man davon aus, dass keine zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommen werden: "Uns sind derzeit keine Kosten bekannt und wir gehen davon aus, dass wir die Kosten auch nicht tragen müssten", so Bürgermeister Andreas Nickel. Bisher trägt der Grundstücksinhaber die Kosten für den Bau. Der Stadtverordnete Volker Pforr verwies jedoch darauf, dass durch den Baustopp und die Änderungen Regressansprüche durch den Investor entstehen könnten. Dieser habe laut Pforr bereits etwa 40.000 Euro in das Projekt investiert. Ursprünglich sollte der Bau, der an dieser Stelle für die abgerissene Drogerie Weymar entstehen sollte, vor dem Heimatfest im Juni fertig werden.

Änderung ohne Rücksprache

Die Pläne für den Pavillon segneten die Stadtverordneten bereits im November 2013 nach langen Diskussionen ab (siehe Bild 1). Doch man stellte 2015 fest, dass der geplante Entwurf zu breit ausfiel und somit eine Sicherheitsgefahr für den Straßenverkehr darstellte. Da dies kurz vor dem Heimatfest geschah, segnete der Magistrat der Stadt geänderte Pläne ab, ohne diese dem Stadtparlament vorzulegen. "Ja, wir haben all das im Magistrat besprochen und uns wegen des zeitlichen Fensters zum Heimatfest dagegen entschieden, die Stadtverordneten noch einmal einzubeziehen", so Nickel.Doch die Änderungen blieben nicht unbemerkt, zwei Wochen vor dem Heimatfest gab es den Baustopp. "Die Verwaltung ist nicht in der Lage, dieses überschaubare Bauwerk umzusetzen –  trotz des Bemühens des privaten Investors.  Das Ganze erzeugt eine Außenwirkung, in der wir uns unglaubwürdig machen, weil das Ganze nach einem Schildbürgerstreich aussieht", so Uwe Range. "Wir sind da alle nicht ganz glücklich, aber wer ist das bei diesem Projekt schon", so das Fazit von Bürgermeister Andreas Nickel. Der Vorschlag, den Pavillon abzureißen und den Platz frei zu lassen, fand keine ausreichende Mehrheit.

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