Lichtenaus Kunstrasenplatz soll im Januar kommen

Landrat Stefan Reuß (re.) übergab den Förderbescheid über 60.000 Euro an João de Azevedo vom LFV Hessisch Lichtenau.
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Landrat Stefan Reuß (re.) übergab den Förderbescheid über 60.000 Euro an João de Azevedo vom LFV Hessisch Lichtenau.

Das Projekt Kunstrasenplatz soll ab Januar in Hessisch Lichtenau gebaut werden

Hessisch Lichtenau. Die Kooperationsgemeinschaft der Hessisch Lichtenauer Fußballvereine erhielt nun einen Förderbescheid des Werra-Meißner-Kreises in Höhe von 60.000 Euro, der für die Entstehung eines neuen Kunstrasenspielfeldes auf dem Hartplatz an der Hopfelder Straße gedacht ist.

„Liebe Fußballfreunde“, richtete Landrat Stefan Reuß das Wort an die Anwesenden im Clubhaus des Lichtenauer Fußball Vereins, „knapp zweieinhalb Jahre sind vergangen, von den ersten Gesprächen bis zum jetzt vorliegenden Förderbescheid des Kreises.“ Im Mai 2016 trafen sich die Lichtenauer Vereine, der LFV Hessisch Lichtenau, der TSG Fürstenhagen, die SVGG Hopfelde/Hollstein, der SV Velmeden und der ESV Walburg zum ersten Mal mit dem Landrat, um das Projekt Kunstrasenplatz Hessisch Lichtenau zu besprechen.

„Es war und ist ein Gemeinschaftsprojekt eurer Vereine und das muss es auch bleiben“, fasste Landrat Reuß zusammen. „Jetzt bleibt mir nur noch, euch viel Erfolg für die Durchführung zu wünschen.“ Denn mit dem Förderbescheid des Kreises ist nun die Finanzierung des Platzes gesichert, die mit 600.000 Euro kalkuliert ist.

In vier Etappen soll es nun mit dem Bau vorangehen. Erstens: der Sportplatzbau, vor allem bestehend aus Erdarbeiten, Drainage und natürlich der Installation des Kunstrasens. Zweitens: Pflasterarbeiten um den Platz herum. Drittens: die Umzäunung und viertens: eine Umrüstung der Flutlichtmasten auf energieeffiziente LED-Beleuchtung. Geplanter Baubeginn ist im Januar.

Nach Aussage der beauftragen Firmen beträgt die Bauzeit zehn bis zwölf Wochen. Für das Projekt hat der Lichtenauer Fußball Verein einen Kredit über 140.000 Euro aufgenommen und die Vereine haben sich zudem eigenständig um Zuschüsse, Ausschreibungen und Planung gekümmert. Durch Mittel, die die Stadt den Vereinen jährlich bereitstellt, wird der Kredit abgezahlt.

„Die Zahlen der Aktiven, vor allem im Jugendbereich sind rückläufig“, erzählte João de Azevedo, Jugendleiter des LFV. „Wir als Fußballvereine müssen attraktiv sein, wir müssen etwas bieten.“ Der Kunstrasenplatz sei dafür ein guter Ansatz. „Versuchen Sie mal in Hessisch Lichtenau, in Hessisch Sibirien, im Winter Fußball zu spielen“, bemerkt ein Anwesender aus der Runde. Durch den strapazierfähigen und immergrünen Rasen wird dies nun ab nächstem Winter möglich sein.

Hessisch Lichtenau bekommt durch das Engagement der fünf Vereine nach Reichensachsen den zweiten Kunstrasen im Werra-Meißner-Kreis. „Ich kann euch auch als Vertreter unseres Kreises und als Fußballfreund für diese willkommene Infrastrukturverbesserung nur danken“, sagte Reuß, der neben seiner Tätigkeit als Landrat auch Präsident des Hessischen Fußballverbandes ist.

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