Kunstrasenplatz in Hessisch Lichtenau - Entscheidung vertagt

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So sieht es zurzeit auf dem Hartplatz in Hessisch Lichtenau in der Heinrichstraße aus. Noch vor einem Jahr stand hier eine Zeltunterkunft für Flüchtlinge. Foto: Horn

Mittel für Kunstrasenplatz wurden am Freitag nicht in der Lichtenauer Stadtverordnetenversammlung besprochen

Hessisch Lichtenau. Kommt der Kunstrasenplatz in der Heinrichstraße oder nicht? Die Klärung dieser Frage ist für die Lichtenauer Vereine davon abhängig, ob die Stadt Mittel dafür bereitstellt oder nicht. Am vergangenen Freitag wurde daher auf der Stadtverordnetenversammlung ein Vorlage nachgereicht, in der es darum ging, 100.000 Euro seitens der Stadt dafür bereitzustellen. Doch die Vorlage schaffte es nicht auf die Tagesordnung. Dies haben die Stadtverordneten mehrheitlich mit 18 Nein- zu 13 Ja-Stimmen abgelehnt.

Der Grund dafür war, dass man zunächst prüfen möchte, wie man diese Mittel überhaupt im Haushalt bereitstellen könnte. Zudem habe man diesen Vorschlag nicht in den Fraktionen besprechen können. Zu kurzfristig. Man wolle und könne daher erst in der Sitzung am 4. November darüber entscheiden, ob man die Mittel in Höhe von 100.000 Euro bereitstellen kann.

In einer ersten Kalkulation hatten die Fußballvereine darauf gehofft, dass die Stadt 129.000 Euro bereitstellen würde.

Die Gesamtkosten zur Errichtung des Platzes, der auch im Winter genutzt werden könnte, sollen ohne Flutlichtanlage rund 430.000 Euro betragen. Mit der Anlage lägen die Kosten bei etwa 480.000 Euro. Etwa 43.000 Euro wollten die Vereine aufbringen, der Rest sollte durch Fördergelder aufgebracht werden. Doch schon jetzt muss die Rechnung der Vereine nachgebessert werden, um die mindestens 29.000 Euro zu kompensieren, die die Stadt weniger bereitstellen wird, falls sie überhaupt Mittel dazugibt

Von den sechs Fußballvereinen, die besonders engagiert hinter dem Projekt stehen, hat sich der Lichtenauer Fußballverein (LFV) bisher mündlich am 13. September bereiterklärte, die Trägerschaft des Kunstrasenplatzes zu übernehmen. Daneben sprechen sich vor allem auch der Tsg Fürstenhagen, SV Rot-Weiß Fürstenhagen, ESV Walburg, SpVgg Hopfelde-Hollstein und SC Velmeden für den Kunstrasenplatz aus, der jedoch für alle Vereine im Stadtgebiet zugänglich sein soll.

Der Kostenvoranschlag wurde von der Tell Bau GmbH erstellt, die den Platz Anfang September begutachtete. Das Unternehmen hat eine eigene Sparte, zur Errichtung von Kunstrasenplätzen und arbeitet mit dem Niedersächsischen Fußballverband zusammen und ist "Offizieller Nachwuchsförderer" von Fußball-Bundesligist Werder Bremen.Zu dem Ortstermin hatten die Vereine geladen.

Der Platz soll neben einer Kunstrasenfläche von 90×60 Metern auch noch eine 75 Meter lange Laufbahn bekommen. Daher sollen auch die Grundschule auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie etwa Leichtathletikvereine etc. den Platz nutzen können.

Regierungspräsidium braucht Entscheidung in 2017

Das Regierungspräsidium Kassel würde 130.000 Euro investieren, denn das hatte den Hartplatz von der Stadt gepachtet, um eine Zeltunterkunft für Flüchtlinge zu errichten. Die Mittel dienen zur Wiederherstellung.

Die Lichtenauer Vereine hatte daher angeregt, statt den alten Zustand des Platzes einen Kunstrasenplatz zu errichten (wir berichteten), da man so auch in der kalten Jahreszeit besser Trainieren könne bzw. sogar Spiele ausrichten kann.  Frost sei laut der Tell Bau GmbH kein Problem für den Platz. Nur bei Schnee sollte man diesen nicht Räumen, da so die Gefahr bestehe, dass das Granulat, das in den Kunstrasen gegeben wird, zu schnell abgebaut wird.

Sollte man in Hessisch Lichtenau keine Einigung bis Ende 2017 finden, wird dann durch das Regierungspräsidium nur der alte Hartplatz – Tenne – wiederhergestellt.Sollte man in Hessisch Lichtenau einen Kunstrasenplatz errichten, wäre dies neben Reichensachsen erst der zweite im gesamten Werra-Meißner-Kreis.

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