Ein Kurzfilm zu gelungenem Miteinander wurde vorgestellt

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(V.li)  Volker Beck, Syed Zahir Sha, Ahlam Labbad, Sami Alhaboul, Rotraud Sänger, Ulrike Presch, Klaus-Peter Oldeland, Hans-Joachim Bertram und Bernd Helbach haben ihren Film vorgestellt.

Beispiele die Mut machen stellt der Kurzfilm „Jetzt sind wir hier" vor.

Eschwege. Normalerweise geht es in Werbefilmen um Eis, Autos oder Windeln, in diesem Film, der jetzt vorgestellt wurde, geht es um gelungene Integration. Bernd Helbach und Hans-Joachim Bertram haben sich in diesem Sommer mit Flüchtlingen getroffen und ihre Geschichten angehört.

„Wir hatten kein Drehbuch, der Film ist beim Machen und beim Schnitt entstanden“, berichtet Bertram. „Die Arbeit war spannend und eine Entdeckungstour und sie hat gezeigt, es gibt nicht den Flüchtling, man muss genauer hinsehen“, erklärt er. Erzählt werden die Geschichten der Geflüchteten, die Gründe für ihre Flucht und die Geschichte ihres Ankommens im Werra-Meißner-Kreis. „Der Film soll Mut machen, soll zeigen, welche Wege man gehen kann“, sagt Julia Kampinus von der WIR-Koordination Stab Migration des Werra-Meißner-Kreises. Zu Wort kommen nicht nur Geflüchtete. Auch ehrenamtliche Helfer und Arbeitgeber erzählen von ihren Erfahrungen.

Gute Erfahrungen mit neuem Mitarbeiter gemacht

Fleischermeister Volker Beck hat Syed Zahir Shad einen Ausbildungsplatz in seinem Betrieb gegeben und berichtet von seinen Erfahrungen. „Syed ist der beste Auszubildende, den ich in den letzten Jahren hatte. Er ist jemand, der das Zeug dazu hat, einmal ein Vorarbeiter zu werden, und er passt menschlich zu uns“, berichtet er begeistert. Obwohl er nicht das Recht hatte, einen Deutschkurs zu besuchen, weil er aus Afghanistan stammt, hat er in kürzester Zeit sehr gut Deutsch gelernt und seine Zwischenprüfung ausgezeichnet abgeschlossen. Wenn er darüber berichtet, dass er jeden Tag per Skype mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Afghanistan Kontakt hält, ist das einer der Momente im Film, der besonders ergreifend ist.

Gegen Schubladendenken

Es geht den Machern darum, gegen das Schubladendenken anzufilmen, Interesse zu wecken und einen Ausschnitt der Realität zu zeigen. „Wir möchten, dass den Film ganz viele Menschen sehen. Wir geben ihn gerne weiter und wollen ihn jetzt an die Wirtschaftsförderung, an die Landfrauen, in den kirchlichen Raum und an Schulen weiter geben“, berichtet Julia Kampinus. Jeder kann den Film im Internet unter Youtube ansehen oder ihn bei der Stabstelle Migration des Landkreises S 05651/30230308 und bei der Freiwilligenagentur unter S 05651/3332378 bekommen.

Die Initiatoren

Bunt statt Braun Die Werkstatt für Junge Menschen Eschwege, Omnibus, die Freiwilligenagentur, WIR-Koordination des Werra-Meißner-Kreises/Stab Migration

Gefördert wird das Projekt durch die Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis „Demokratie leben!” und durch das Landesprogramm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe”.

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