Weitere 750.000 Euro gehen innerhalb des Modellvorhabens Land(auf)Schwung in die Region

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Der Landrat, Stefan Reuss berichtet stolz über die Bewilligung auf Verlängerung der Projektlaufzeit und freut sich auf weitere tolle Projekte, die die Region ein Stück nach vorne bringen.

Das Modellvorhaben Land(auf)Schwung geht bis 2019 in Verlängerung

Werra-Meißner. Mit einem Film über die Zukunftswerkstatt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die im Juni in den Räumlichkeiten der VHS in Eschwege getagt hat begann das Vernetzungstreffen zur Fortsetzung des Modellvorhabens Land(auf)Schwung am Donnerstagabend.

Während der Zukunftswerkstatt wurde von regionalen und überregionalen Akteuren in Workshops herausgearbeitet, was zukünftig in ländlichen Räumen passieren muss, um dem demographischen Wandel und all seinen Wegbegleitern, wie Wirtschaftssterben und Überalterung entgegenzuwirken, gleichsam aber auch die Lebensqualität in ländlichen Regionen hervorzuheben, Daseinsvorsorge zu betreiben und sie vor allem auch mit Digitalisierung zu verknüpfen. Drei verschiedene Ministerien seien für den ländlichen Raum zuständig, so Landrat Stefan Reuss. „Es wäre wünschenswert, wenn die ländlichen Räume ein eigens, zuständiges Ministerium bekämen, um die Aufgaben, die diese Regionen mit sich bringen unter einem Dach anzugehen.“, sagte der Landrat am vergangenen Donnerstag im Rathaussaal in Eschwege. Der Verein für Regionalentwicklung lud zur Zwischenbilanz des Modellvorhabens, welches ursprünglich Mitte nächsten Jahres enden sollte, ein. Auf Antrag des Werra-Meißner-Kreises verlängerte das Bundesministerium die Förderphase bis Ende 2019 und stellt zugleich neue Fördergelder für den erweiterten Zeitraum bereit. 16 Projekte wurden seit Beginn des Modellvorhabens im Werra-Meißner-Kreis gefördert - darunter das Leuchtturmprojekt medienWERK, sowie Praxispool Unternehmen, talentWERK, AudioAgrar, Milchtankstellen und vieles mehr. Alle 16 Projekte werden in Verlängerung gehen und weiterhin von den Fördermitteln, die das Bundesministerium bereitstellt, finanziert. 750.000 Euro fließen durch die Fortsetzung erneut in den Werra-Meißner-Kreis. Mit diesen Geldern sollen aber auch neue Ideen verfolgt werden.

Beim Vernetzungstreffen bildeten sich hierzu drei Workshop-Gruppen mit jeweils 20 Teilnehmern und Impulsgebern. Die Projektgruppe „Von analogen zum digitalen Dorf“ unter der Leitung von Horst Pipper, Fachbereichsleiter Bildung und Kreisentwicklung, stimmte konkret dafür, die Chancen der Digitalisierung - den Alltag, das Miteinander, die Versorgung (Gesundheit und Lebensmittel) sowie die Mobilität anders zu organisieren zu nutzen und beispielsweise einen digitalen Handel von den Läden vor Ort zu realisieren. Hierzu soll es Anfang nächsten Jahres einen Projektwettbewerb geben, bei dem die Dörfer, Kommunen und Städte aufgerufen sind sich mit einzubringen. Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Kreativwirtschaft und Handel digital. Unter der Leitung von Michael Glatthaar vom Planungsbüro proloco. Es kristallisierte sich heraus, dass es zur ersten Workshop-Gruppe Parallelen gibt mit dem Wunsch nach einer regionalen Online-Plattform für Unternehmen, Freizeitangebote und vielem mehr. Außerdem sprach der Workshop sich dafür aus, Start-Ups zu unterstützen und in Kooperation mit der Universität Kassel und Göttingen zu gehen, um Studierenden das Gründen und Wohnen im Werra-Meißner-Kreis schmackhaft zu machen. Der dritte Workshop unter der Leitung von Sabine Wilke, Verein für Regionalentwicklung, beschäftigte sich mit dem bereits bestehenden Schwerpunkt - Wirtschaft stärken - Bildung ausbauen. Der Fokus der Gespräche innerhalb der Gruppe fiel sehr stark auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Kreis. Es stellte sich heraus, dass Ausbildung Chefsache sein muss und dass Erfahrungsberichte der Region zeigen, dass Firmen mit guter Ausbildungsqualität keine Probleme haben, Azubis zu finden. Hier gilt es das Angebot zur Aus- und Weiterbildung in der Region zu forcieren, das Projekt Praxispool und talentWERK weiter zu bewerben und weitere Lernortkooperationen einzugehen, wie das bereits realisierte Projekt mit Auszubildenden der Baubranche in Wichmannshausen. Des weiteren sollen die Ausbildungsberufe, die die Unternehmen der Region zu bieten haben vorgestellt werden und mithilfe von kleinen Video-Trailern in der digitalen Welt gestreut werden. Im Am März 2018 soll außerdem ein neuer Masterplan Jugend auf den Weg geschickt werden, der ebenfalls mit den neuen Fördergeldern realisiert werden soll.

Im Vorfeld hat der Verein für Regionalentwicklung erstmals eine Online-Abstimmung ins Rollen gebracht, bei der dazu aufgerufen wurde Ideen für die Fortsetzung des Modellvorhabens zu schildern, aber auch darüber abzustimmen, ob solch eine Online-Beteiligung gewünscht wird. Die Online-Abstimmung läuft noch bis zum 18. Dezember. Um weitere Teilnahme wird gebeten unter: http://wmk.mitdenken.online/ (slu)

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