Landkreise Werra-Meißner und Kassel sind Ökolandbau-Modellregion

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Am 1. September startete die „Ökolandbau-Modellregion Nordhessen“. Das Projekt der Landkreise Werra-Meißner und Kassel ist auf zwei Jahre angelegt.

Werra-Meißner. Am 1. September startete die "Ökolandbau-Modellregion Nordhessen". Das auf zwei Jahre angelegte Projekt der Landkreise Werra-Meißner und Kassel sowie des Zentrums für Ökologische Landwirtschaft wird vom Hessischen Umweltministerium gefördert. Die Lenkungsgruppe der Modellregion umfasst zudem die örtlichen Bauernverbände, die Vereine für Regionalentwicklung, den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald, die regionale Biolandgruppe sowie weitere Akteure.

Für sie gilt es nun, die Ideen zur Modellregion umzusetzen und weiterzuentwickeln. Bislang sind  die Projektbausteine "Erhalt naturschutzfachlich wertvoller Grünlandbereiche durch Nutzung", "BioRegioLaden" sowie "Ausbau der Bildungsangebote von Ökobetrieben" vorgesehen.

"Während die inländische Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln wächst, kommt die Erzeugung in vielen Bereichen nicht nach, so dass Bioprodukte zunehmend importiert werden müssen", sagte Dr. Jürgen Heß, Professor am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel und Vorsitzender des Vereins "Zentrum für Ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Regionalentwicklung". Diesen Trend gelte es zu brechen. "Wir müssen dafür sorgen, dass der Bedarf mehr aus der Region befriedigt wird." Vorrangig sollen in der Modellregion die Rahmenbedingungen der Erzeuger und regionale Wirtschaftskreisläufe verbessert werden, um die wachsende Verbrauchernachfrage nach Bio-Produkten aus der Landwirtschaft, dem Garten- und Obstbau zu stabilisieren.

"Wir wollen auf das aufbauen, was in beiden Landkreisen vorhanden ist, voneinander lernen und neue Impulse aufnehmen. Daher werden wir mit den anderen hessischen Ökolandbau-Modellregionen zusammenarbeiten", sagte Dr. Rainer Wallmann, Landwirtschaftsdezernent im Werra-Meißner-Kreis, und Lydia Schubert, Fachbereichsleiterin Landwirtschaft im Landkreis Kassel, ergänzte: "Besonders wichtig ist uns die regionale Vernetzung."

Für jeden der beiden Landkreise wurde eine Koordinatorin eingestellt, Silke Flörke für den Landkreis Kassel sowie Sabine Marten für den Werra-Meißner-Kreis.

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