Landrat informiert sich über Situation minderjähriger Flüchtlinge

Landrat Stefan Reuß und Fachbereichsleiterin Ilona Friedrich im Gespräch mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Witzenhausen. Foto: Privat
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Landrat Stefan Reuß und Fachbereichsleiterin Ilona Friedrich im Gespräch mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Witzenhausen. Foto: Privat

Landrat Stefan Reuß informierte sich in der Wohngruppe der Werraland Werkstätten in Witzenhausen über die Situation der minderjährigen Flüchtlinge.

Witzenhausen. Er hatte es versprochen, und er hielt sein Wort: Weil Landrat Stefan Reuß bei der Eröffnungsfeier der Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge in Witzenhausen verhindert war, holte er seinen Besuch nach. Gemeinsam mit Ilona Friedrich, Fachbereichsleiterin  Familie und Soziales beim Kreis, informierte er sich über die Situation der Jugendlichen.

Und die gaben, teils in schon recht gutem Deutsch, gerne Auskunft. Wenn es sprachlich haperte, informierten Werraland-Vorstandsmitglied Andrea Röth-Heinemann und Betreuer Nikolas Zöller über die Belange der Jugendlichen.

Elf Syrier und vier Afghanen leben in der Wohngruppe der Werraland Werkstätten im ehemaligen Katasteramt. Vier Jugendliche haben bisher Asyl bekommen. Röth-Heinemann lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung: "Ausländerbehörde, Jugendamt und Gesundheitsamt reagieren immer sehr schnell auf unsere Anfragen."

Jugendliche wollen sich fit für die Zukunft machen

Die Jugendlichen sind nicht nur bestrebt, Deutsch zu lernen, sondern wollen sich fit machen für ihre Zukunft. Yazan zum Beispiel ist seit sieben Monaten in Deutschland und hat bereits seinen erweiterten Hauptschulabschluss geschafft, mit Empfehlung für die Fachoberschule.

"Man darf nie vergessen, welches Leid die Jungs in ihrem jungen Leben schon erfahren mussten. Teilweise haben sie Familienangehörige sterben sehen und mussten mit elf Jahren in den Krieg ziehen", erzählt Nikolas Zöller.

Reuß und Friedrich zeigten sich erfreut über die positive Entwicklung der neuen Mitbürger im Kreis. "Ihr seid hier mehr als willkommen. Legt euch ins Zeug, absolviert Schule und Ausbildung, denn Jobs haben wir mehr als genug", so die beiden Vertreter des Werra-Meißner-Kreises.

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