Landtagsabgeordneter besucht Werkstatt für junge Menschen

+
Jakob Latz , Anke Engel (v.l.) und Andreas Heine (ganz rechts) von der Werkstatt für junge Menschen, erläuterten Marcus Bocklet, dem Sozialpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und dem Kreistagsmitglied der Grünen, Armin Jung, die Arbeit der Werkstatt für Flüchtlinge. In der Diskussionrunde konnten auch Mohammad Akroush, Mohammad Abo Atong , Lebareo Yacoub, Merhawi Genkle und Oday Nakdahly ihre Erfahrungen einbringen. Foto: Bennighof

Marcus Bocklet, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, überprüft die Politik an der Realität - in der Werkstatt für junge Menschen.

Von ELISABETH BENNIGHOF

Eschwege. "Ich möchte an der Realität die Politik überprüfen", sagte Marcus Bocklet, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen. Der Sozialpolitische Sprecher seiner Fraktion nutzt daher die Sommerpause, um durch Hessen zu reisen, dabei ist es ihm nach seiner eigenen Aussage besonders wichtig, nach Nordhessen zu kommen.

In der Werkstatt für Junge Menschen in Eschwege wurde er nach einer Führung durch die Holzwerkstatt über die verschiedenen Qualifizierungsangebote für Flüchtlinge, Migranten und Deutsche, die die Werkstatt durchführt, informiert. Dabei liegt der Schwerpunkt der sechs laufenden Angebote auf Integration in Arbeit und Ausbildung. Sprachkurse werden in Kooperation mit der Volkshochschule in die Programme integriert."Reine Sprachkurse bieten wir nicht an, denn wir halten berufsbezogene Sprachkurse, die die Kombination mit der Praxis bieten, für besser," berichtet Andreas Heine vom Ansatz der Werkstatt für Junge Menschen in der Diskussion mit Marcus Bocklet.Kritisch sehen die Mitarbeiter, dass sich die gesetzlichen Regelungen immer wieder geändert haben, so dass eine Planung der Angebote schwierig war und immer wieder Teilnehmer vorzeitig aufhörten, weil sie nun andere Möglichkeiten hatten.Außerdem sehen sie es als falsch an, dass das Land Hessen die Angebote sehr kurzfristig aussschreibt.  So herrscht zwar Konkurrenz unter den Trägern von Qualifizierungsmaßnahmen, aber eine kontinuierliche Arbeit an der Qualität der Angebote sei so nicht möglich. Für sehr wichtig hält Marcus Bocklet die Koordinierung der verschiedenen Angebote, um für den Einzelnen  die optimale Förderung zu erreichen. "Die Zusammenarbeit der Träger (der Qualifizierungsangebote) hat sich verbessert, es ist wichtig zu wissen wo sie jemand hinschicken können, wer was anbietet," berichtet Anke Engel.In diesem Zusammenhang wurde der Masterplan für Integration des Landkreises dem Landtagsabgeordneten vorgestellt. Bocklet stellte heraus, dass auch vieles bereits gut gelaufen ist. "2015 stand eine Stadt wie Offenbach vor der Tür (nämlich 120.000 Flüchtlinge in Hessen). Es war das Jahr der Improvisation, jetzt geht es darum Strukturen zu schaffen."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Außenstelle des Hessisch Lichtenauer Kindergartens in Großalmerode eröffnet

Der Kindergartens Haus der kleinen Füße aus Hessisch Lichtenau hat eine Außenstelle  in Großalmerode eröffnet. Dort sollte der Flachdachkindergarten zunächst abgerissen …
Außenstelle des Hessisch Lichtenauer Kindergartens in Großalmerode eröffnet

Nach Kirmesbesuch in Hundelshausen: Gast will Partyende nicht akzeptieren und schlägt um sich

Der Gast, der gemeinsam mit zwei anderen Kirmesbesuchern aus Witzenhausen privat weiter feierte, wollte das Ende der Party wohl nicht akzeptieren und schlug um sich.
Nach Kirmesbesuch in Hundelshausen: Gast will Partyende nicht akzeptieren und schlägt um sich

Stier bricht auf dem Weg zum Schlachten in Hessisch Lichtenau aus

In Hessisch Lichtenau rannte heute ein Stier durch Hessisch Lichtenau
Stier bricht auf dem Weg zum Schlachten in Hessisch Lichtenau aus

Eschweges Herbstzauber lockte viele Besucher in den Botanischen Garten

Bei schönstem Spätsommerwetter nutzten viele Besucher den Herbstzauber für einen Sonntagbummel.
Eschweges Herbstzauber lockte viele Besucher in den Botanischen Garten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.