Landtagswahl 2018: Gebhard tritt gegen Landau an

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Wilhelm Gebhard wird neben Dirk Landau ebenfalls für den Wahlkreis 9 für den Landtag kandidieren.

CDU bringt für Wahlkreis 9 zwei Kandidaten zur Landtagswahl – in Wahlkreis 10 ist mit Karina Fissmann und Lena Arnoldt Frauenpower angesagt.

Werra-Meißner - Zur Landtagswahl im nächsten Jahr wird es spannend. Zumindest im Wahlkreis 9. Während die SPD bisher noch keinen potentiellen Kandidaten als Nachfolger für Lothar Quanz benannt hat, gibt es aus den Lagern der CDU sogar zwei Kandidaten, die mit dem Amt in Wiesbaden liebäugeln. Neben dem bisherigen Abgeordneten Dirk Landau schickt die Wanfrieder CDU Wilhelm Gebhard ins Rennen. „Gebhard ist sehr bekannt und hat sich großes Vertrauen bei den Menschen in der Region erarbeitet“, begründet Vorsitzende Jutta Niklass die Kandidatur. Ob nun Landau oder Gebhard für die Kreis-CDU in die Landtagswahl gehen, darüber werden die Parteikollegen im Februar abstimmen. Frauenpower zeigt sich hingegen im Wahlkreis 10 (Rotenburg). Während Lena Arnoldt (CDU) für ihre Partei voraussichtlich zur Wiederwahl antreten wird, ist es bereits ziemlich sicher, dass Karina Fissmann (SPD) die Nachfolge für den scheidenden Landtagsabgeordneten Dieter Franz antreten möchte.

Zwischenruf von Sonja Liese zur Kandidatur von Dirk Landau und Wilhelm Gebhard

Auf den ersten Blick ein Hammer, auf den zweiten allerdings gar nicht mehr so überraschend. Wilhelm Gebhard, der Macher aus Wanfried, tritt gegen Dirk Landau an und will dessen Platz für die CDU in Wiesbaden einnehmen. Fehlenden Mut kann man Gebhard nicht unterstellen. Denn gegen Landau anzutreten, bedeutet, indirekt auch gegen Alexander Heppe und Stefan Schneider anzutreten, denn diese heimischen CDU-Schwergewichte gehören definitiv zum Landau-Lager. Seit Jahren ist die CDU im Kreis in zwei Lager gespalten. Spätestens als Landau in einer Kampfabstimmung den Kreisvorsitz an Frank Hix verlor, ist das Tischtuch zerschnitten – auch, wenn das keiner der Protagonisten bisher öffentlich gesagt hat, zum Wohle der Partei versteht sich. Wie groß die Antipathien aber sind, konnte man seit Jahren in Bad Sooden-Allendorf beobachten, wo ein Landau nichts unversucht ließ, einem Hix einen reinzuwürgen. Das muss man sich mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen: da lebt ein CDU-Landtagsabgeordneter in einer Stadt und hat offenbar nichts Besseres zu tun, als seinen CDU-Bürgermeister immer wieder zu kritisieren. Dabei könnte man eigentlich vermuten, als Landtagsabgeordneter hätte er in Wiesbaden genug zu tun, um sich für die Menschen in seinem Wahlkreis stark zu machen. Davon bekommt man aber relativ wenig mit. Im Gegensatz zu seinen SPD-Kollegen im Landtag, Quanz und Franz, ist von Landau kaum was wahrzunehmen. Gebhard wird vor der Kampfabstimmung gegen Landau viel Überzeugungsarbeit in den eigenen Reihen leisten müssen, warum er in Wiesbaden der richtige Mann wäre. Genug Delegierte auf seine Seite zu ziehen, wird angesichts des prominent besetzen Lagers der Gegenseite nicht einfach. Wer Gebhard kennt, weiß aber, dass er ein Kämpfer ist. Er hat vor Jahren die einst uneinnehmbare SPD-Festung Wanfried eingenommen, jetzt tritt er gegen die Meinungsführer der CDU an. Es wird spannend werden – das öffentliche Gegeneinander, das bisher nur aus Bad Sooden-Allendorf bestens bekannt ist, dürfte sich im Kampf um die Delegiertenstimmen noch ausdehnen.

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