Lernstatt Demokratie auf Burg Ludwigstein: Jugendliche beziehen Position

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Rund75 Jugendliche aus ganz Hessen kamen auf die Jugendburg Ludwigstein.

Vergangene Woche fand auf Burg Ludwigstein erstmals die „Regionale Lernstatt Demokratisch Handeln - Schule braucht Demokratielernen“ statt. Rund 75 Jugendliche aus ganz Hessen nutzten die Gelegenheit um sich über Projekte zu informieren und Netzwerke zu knüpfen.

Witzenhausen. Zwei Tage lang hatten Kinder und Jugendlich aus ganz Hessen, die sich kreativ, alltagsnah und engagiert in die Demokratie einmischen und diese aktiv mitgestalten wollen, die Gelegenheit eigene Projekte vorzustellen, Netzwerke zu knüpfen oder sich in Workshops und Vorträgen Anregungen zu holen wie Demokratie auf lokaler Ebene vor Ort aktiv gelebt werden kann.

Bei der Konferenz geht es darum, dass Kinder und Jugendliche voneinander und miteinander lernen sich zu positionieren und am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Die Schüler sollen früh lernen, dass ihre Stimmen rechtzeitig gehört werden.

Unter dem Motto „Nicht zuschauen - mitmachen! Gemeinsames Tanzen ist Partizipation und Position beziehen“ bot Jay Luvchild einen Tanzworkshop an.

Aktive Mitgestaltung von Demokratie

Selbstbestimmung und aktive Teilnahme an Prozessen, diese Ziele standen bei der zweitägigen Tagung, die von der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis, dem Förderprogramm für Jugend und Schule „Demokratisch Handeln“ und dem Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD) des hessischen Kultusministeriums organisiert wurde, stark in den Fokus. Das zeigten auch die Workshops und Projekte, denn diese wurden nicht nur von den Veranstaltern sondern auch von der jugendlichen Teilnehmern selbst angeboten. „Es war uns wichtig, die Teilnehmer aktiv in die Lernstatt einzubeziehen, sagt Mitorganisatorin Angela Khosla-Baryalei von GuD.

Ilka Spruck und Julia Henninger stelltendas Projekt  „Kult Inklusiv” vor.

Von anderen lernen und spannende Projekte aufgreifen – diese Intention der Lernstatt hat Penelope Mazurek aus Großalmerode gleich umgesetzt. Das Projekt „Kult inklusiv” stieß bei der Schülerin der Valentin-Traudt-Schule auf großes Interesse. Die Idee kommt von der Marienschule aus Offenbach. „2015 hat uns unsere Lehrerin angesprochen, an einem Projekt teilzunehmen, bei dem es darum geht Jugendliche mit und ohne Behinderungen zusammen zu bringen und gemeinsame Aktivitäten auf die Beine zu stellen”, berichtet Ilka Spruck. Die 17-Jährige stellt zusammen mit ihrer Mitschülerin Julia Henninger „Kult Inklusiv” bei der Konferenz vor. „Wir treffen uns einmal im Monat zu verschiedenen musikalischen oder künstlerischen Aktionen”, beschreibt Ilka Spruck die Arbeit der Gruppe. In den Ferien kommen außerdem gemeinsame Workshops hinzu. „Hierbei ist jeder willkommen, mitzumachen”, ergänzt Julia Henninger.

Penelope Mazurek will die Idee des Offenbacher Projekts „Kult Inklusive“ in Großalmerode aufgreifen

Penelope Mazurek will die Idee in Großalmerode aufgreifen. „Die Fröhlichkeit in der Gruppe und der Zusammenhalt hat mich beeindruckt”, sagt die 14-Jährige mit Begeisterung. Auch wenn sie bisher noch keine Erfahrung bei der Umsetzung eines solchen Projekts habe, möchte sie in den kommenden Monaten sich weiter über die Möglichkeiten informieren und hofft, ein ähnliches Projekt auch in unserer Region auf die Beine stellen zu können.

„Genau das wollen wir mit der Lernstatt erreichen”, sagt Mitorganisatorin der Tagung, Katharina Franke von der Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis. Die Jugendlichen sollen sich austauschen und ihre Ideen für Demokratie in der Gesellschaft weitergeben. Sie habe die Konferenz erstmals auf die Burg Ludwigstein geholt, um „im ländlichen Raum Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen”.

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