Lichtenau e.V.-Mitarbeiter fürchten sich vor Vitos

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Lichtenau e.V. und die Vitos GmbH stehen vor einem möglichen Zusammenschluss - Mitarbeiter bemangeln Transparenz bei Gesprächen.

Hessisch Lichtenau. Insgesamt 768 Mitarbeiter von Lichtenau e.V. sind gegen einen Zusammenschluss mit der Vitos GmbH aus Kassel. Dies machten die Angestellten des Unternehmens klar, als am Dienstag eine außerordentliche Kuratoriumssitzung stattfand, um sich mit wichtigen Fragen bezüglich des möglichen Zusammenschlusses zu befassen. Rund 150 Angestellte protestierten vor dem Sitzungssaal.

"Wir, die gemeinsame Mitarbeitervertretung, haben größte Sorge, dass ein Zusammenschluss mit der Vitos GmbH zu erheblichen Einschnitten im Konzern Lichtenau führen würde. Wenn man die Geschäftsfelder vergleicht, wird man sehr schnell feststellen, dass das hauptsächliche Interesse an der Klinik besteht und es nur darum geht, sich die Klinik einzuverleiben", hieß es in dem offenen Brief der gemeinsamen Mitarbeitervertretung Lichtenau e.V. (gMAV). Und es heißt in dem Brief weiter: "Uns ist weder ein wirtschaftliches Konzept bekannt – noch gibt es ein medizinisches oder sozialpädagogisches Konzept, auf dessen Grundlage man eine Weiterentwicklung betreiben möchte."

Die Suche Lichtenaus nach einem Partner für eine Zusammenarbeit wurde bereits unter dem ehemaligen kaufmännischen Vorstand Otmar Thielemann eingeleitet. Dieser musste einen neuen finanziellen Kurs einleiten, nachdem unter seinem Vorgänger Karl-Georg Dittmar die Einrichtung in finanzielle Schwierigkeiten kam.Heute schreibt Lichtenau e.V. wieder schwarze Zahlen. Zu einem früheren Zeitpunkt erklärte der aktuelle kaufmännische Vorstand von Lichtenau e.V., dass man gestärkt in die Gespräche gehe und die Verhandlungen auf Augenhöhe führe.Am 10. Dezember wird das Kuratorium über das weitere Vorgehen abstimmen.

"Allein das Hin und Her in den Verhandlungen und die exklusiven Gespräche mit der Vitos verfolgen doch nur ein Ziel – uns möglichst lange zu lähmen. (...) Alle Punkte unseres Forderungskataloges gehören verhandelt. Sollte esder Verhandlungspartner offen und ehrlich meinen, wird er dies vor Unterzeichnung jeglicher Vertragswerke verhandeln", heißt es abschließend in dem offenen Brief.

Eine Stellungnahme des Vorstandes von Lichtenau e.V. konnte bis zum Redaktionsschluss nicht eingeholt werden, da sich dieser noch in der Kuratoriumssitzung befand.

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