Lichtenauer Posse: Sondersitzung wegen Frust kostet 600 Euro

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Weil ein Ja-Stimme fehlte muss nun eine Sondersitzung für die Stadtverordneten in Hessisch Lichtenau einberufen werden

Hessisch Lichtenau/ Hopfelde. Am vergangenen Freitag fand in Hopfelde die Stadtverordnetenversammlung (Stavo) von Hessisch Lichtenau statt. Gleich zu Beginn sollte darüber abgestimmt werden, einen neuen Tagesordnungspunkt aufzunehmen.Dabei ging es um die weitere Nutzung des Grundstückes der Textilfabrik Fröhlich und Wolff in der Leipziger Straße, da es hier ein neues Angebot eines Interessenten gibt. Ein Beschluss sollte an diesem Tag zu dem Inhalt nicht gefasst werden. 25 Ja-Stimmen wären zur Aufnahme erforderlich gewesen, doch urlaubsbedingt waren insgesamt nur 26 Abgeordnete vor Ort. Am Ende stimmten 24 Abgeordnete dafür, dass dieser Punkt auf den Plan der Tagesordnung (TOP) genommen werden sollte.Ein Abgeordneter enthielt sich der Stimme, ein weiterer stimmte dagegen. Aus diesem Grund muss der Punkt nun bei einer Sondersitzung der Stavo besprochen werden, was den Steuerzahler rund 600 Euro kosten wird.Grund für die Nein-Stimme: Frust auf den kurzfristigen Antrag des Bürgermeisters. Der hatte die meisten Abgeordneten zwar per E-Mail informiert, doch nicht jeder verfügt über eine Mail-Adresse. Zudem konnten wegen der zeitlichen Abfolge die Ausschüsse nicht mehr darüber debattieren werden, da Herwig erst Tage nach deren Sitzungen die genauen Sachverhalte und Unterlagen seitens des Interessenten zur Verfügung standen.So oder so hätten die Abgeordneten das Thema besprechen müssen, nun kostet es zusätzlich 600 Euro und eine weitere Sitzung. (cho)

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