Logistikgebiet Neu-Eichenberg: „Hier wird investiert“

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Ein Blick auf das angepasste Konzept: Wirtschaftsförderer Dr. Lars Kleeberg, Neu-Eichenbergs Bürgermeister Jens Wilhelm, Investor Dr. Wolfgang Dietz und der 1. Beigeordnete Achim Albrecht-Vogelsang.

Das geplante Logistikgebiet Neu-Eichenberg hat in der Bevölkerung viele Fragen aufgeworfen.  Dr. Wolfgang Dietz versteht die Aufregung nicht. Der Investor will einiges klar stellen.

Neu-Eichenberg. Fahren demnächst 2000 Lkws täglich durch Hebenshausen? Diese Behauptung der Bürgerinitiative wurde von Dr. Wolfgang Dietz, der 150 Millionen Euro investieren will, in aller Deutlichkeit klar gestellt: „Ich weiß nicht, woher diese Zahl kommt. In Wirklichkeit sind es hundert Lkws.“

Das Familienunternehmen aus Bensheim will in Neu-Eichenberg nachhaltig investieren und Dietz versteht die ganze Aufregung nicht: „Wir haben in den letzten Jahren siebzig Industriegebiete entwickelt. Aber so etwas wie hier haben wir noch nicht erlebt.“ Die Dietz AG wird in Neu-Eichenberg auf einer Fläche von 71 Hektar 44 Hektar versiegeln und bebauen. Maximal 250.000 qm Hallenfläche sollen entstehen. „Diese Hallen werden in unserem Besitz bleiben“, betont Dietz. „Wir sind ein nachhaltig orientierter Entwickler und keine Heuschrecke.

Deshalb ist es für uns besonders wichtig, dass die Gebäude klimaneutral mit hochwertiger Dämmung, mit begrünten Dächern, Fotovoltaikanlagen, mit Regenwasserrückhaltung- und nutzung gebaut werden. Dazu kommt eine Kläranlage. Die Gebäude werden der Fläche optimal angepasst. Und ganz wichtig ist es für uns, dass der Lärmschutz eingehalten wird.“ Deshalb ärgert sich Dietz ganz besonders über die Behauptungen der Bürgerinitiative, dass zweitausend Lkws täglich durch Hebenshausen fahren werden. „Diese Zahl ist Unfug. Zu normalen Zeiten werden es hundert Lkws sein. In der Weihnachtszeit vielleicht mal zweihundert. Und diese Lkws werden auch nicht in Hebenshausen parken. Wir haben auf dem Gelände zweihundertfünfzig Parkplätze.“

Exzessiv begrünte Lärm- und Sichtschutzwälle sollen Hebenshausen abschirmen. Allein für die Renaturierung des Bachlaufs wird Dietz 1,4 Millionen Euro ausgeben. „Gestaunt habe ich auch über die Behauptungen, Neu-Eichenberg habe nichts von dem Gebiet. Wir müssen allein 500.000 Euro Grundsteuer zahlen. Das ist ein Sechstel des Gemeindehaushalts. Die Feuerwehr erhält von uns 300.000 Euro für ein neues Fahrzeug. Es wird sich auch zeigen, wie viele Bewohner letztendlich hier arbeiten werden. Dann erhält die Gemeinde einen Lohnsteueranteil. Auch die Gewebesteuer wird niemals bei Null liegen. Die Gemeinde erhält von uns 15.000 Quadratmeter im Wert von 800.000 Euro für die Ansiedlung lokaler Handwerker. Unser Gewerbegebiet ist die Chance für Neu-Eichenberg. “

Bereits im September will Dietz einen Vertrag mit einem namhaften deutschen Unternehmen unterzeichnen. Vierhundert Arbeitsplätze sollen bis 2021 entstehen. Freuen kann sich auch die Jugendabteilung des Sportvereins. Die Dietz AG fördert in ihren Regionen die Jugendarbeit.

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