Frische Milch: „Lotta-Milchautomat" auch in Hessisch Lichtenau eingeweiht

Hartmut und Ina Rautenkranz präsentieren zusammen mit Tobias Brandl den Milchautomaten in Hessisch Lichtenau.
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Hartmut und Ina Rautenkranz präsentieren zusammen mit Tobias Brandl den Milchautomaten in Hessisch Lichtenau.

Neben dem Automaten in Sontra wurde nun auch der neue Lotta-Milchautomat in Hessisch Lichtenau vorgestellt. Die frische Milch kommt vom Hof der Familie Rautenkranz aus Schemmern.

Hessisch Lichtenau. In Hessisch Lichtenau findet man seit Freitag im Edeka-Markt im Steinweg Center einen neuen Automaten. „Lotta" gibt Landmilch aus Schemmern und kommt im typischen Kuhmuster daher. Das Ehepaar Rautenkranz, dass einen eigenen Hof besitzt, möchte mit dem System wieder frische Milch aus der Region auf dem kürzesten Weg an den Mann und die Frau bringen.

„Wir freuen uns sehr, dass nach neun Monaten Planung und Arbeit unsere „Lotta” geboren ist und danken der Lenkungsgruppe sehr für ihre Unterstützung”, so Hartmut Rautenkranz. Die Idee von ihm und seiner Frau Ina sieht vor, die Milch direkt und frisch an den Kunden zu bringen. „Damit schaffen sie auch wieder mehr Bewusstsein für gute Regionale Erzeugnisse. Gerade Milch war durch die Debatte um die Dumpingpreise in den Schlagzeilen. Sie schaffen mit ihrer Frische und Regionalität wieder ein anderes Bewusstsein“, erklärte Rainer Wallmann, 1. Kreisbeigeordneter.

Und so geht’s: Pfandfreie Glasflasche am Automaten für einen Euro kaufen, zwischen 0,5 oder 1 Liter wählen, bezahlen und dann zusehen, wie die Milch in die Flasche gezapft wird. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit können die Glasflaschen beim nächsten Einkauf wieder benutzt werden. Tobias Brandel, der den Edeka-Markt betreibt stellt den Platz zur Verfügung, obwohl er sich damit streng genommen die Konkurenz ins eigene Haus holt, denn er verdient an dem Verkauf der Milch kein Geld. Für Brandel sei dies ein Mehrwert, den seine Kunden dadurch hätten. Der Automat fasst 200 Liter Milch und wird spätestens alle zwei Tage neu befüllt, denn für Familie Rautenkranz ist Frische mehr als nur ein Schlagwort. „Auf unserem Hof wird die Milch zunächst für wenige Sekunden auf 72,5 Grad erhitzt und dann rasch abgekühlt. So werden die Keime abgetötet und die Milch bleibt mindestens fünf Tage haltbar. Mit dem Kühlauto wird sie dann zum Milchautomaten transportiert”, erklärt der Landwirt. Das Projekt selbst wird durch den Kreis, Bund und Bauernverband sowie die VR-Bank mit unterstützt.

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