Marie Krause-Jausel aus Bischhausen kämpft gegen den Krebs

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Eine wirlich matschige Angelegenheit ist der Muddy-Angels-Run. Marie Krause-Jausel (vorne rechts) und ihre Unterstützerinnen ließen sich davon aber nciht abschrecken. Sie machen mit dem benefizlauf auf das Thema Brustkrebs Früherkennung aufmerksam.

Die Bischhäuserin Marie Krause-Jausel kämpft gegen den Krebs und nahm an einem Hindernisslauf teil, um auf die Bedeutung der Krebsvorsorge aufmerksam zu machen

Bischhausen.  „Krebs kämpft dreckig, das können wir auch“, ist das Motto des Muddy-Angels-Run an dem Marie Krause-Jausel im August in Stadtoldendorf teilgenommen hat. Ein Hindernislauf über fünf Kilometer durch Matsch, Matschwasser, Hindernisse und wieder Matsch bei einer Lufttemperatur von 18 Grad für einen guten Zweck, denn alle Einnahmen des Laufes gehen an den Verein Brustkrebs Deutschland e. V. - Aktion Leben.

Für Marie Krause-Jausel, die mit ihrem Team „Die Elefantenparade“ angereiste, war es eine besondere Erfahrung. Ihre Schwester, ihre Nichte und fünf Freundinnen haben sie beim schlammigsten Tag ihres Lebens begleitet.

Als Unterstützer kamen auch ihr Ehemann und einige Freunde mit, sie durften nicht teilnehmen, denn der Muddy-Angels-Run ist nur für Frauen. Für Marie Krause-Jausel und ihre Mitstreiter ist das nicht der erste Wohltätigkeitslauf, der das Thema Brustkrebsfrüherkennung an die Öffentlichkeit bringt. Sie ist bereits bei fünf weiteren Läufen gestartet, seit sie vor fünf Jahren im Alter von 24 Jahren die Diagnose erhielt - Brustkrebs!

Ein halbes Jahr später, nach Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen trat sie zum ersten Mal bei einem Rennen an und seit dem läuft sie mindestens einmal im Jahr bei einer Veranstaltung mit. Und das, obwohl sie nach eigener Auskunft Joggen hasst.

„Es ist toll, dass meine Familie und meine Freunde mitmachen, zu sehen, dass sie hinter mir stehen, denn ohne mich wären sie nicht dabei“, sagt die junge Frau aus Bischhausen. Sie geht offensiv mit ihrer Krankheit um, hat bereits einen Artikel über Brustkrebs in jungen Jahren für das Brustkrebs Magazin „Mamma Mia“ geschrieben und ließ sich für das Buch „Jung, schön, Krebs“ in ihrem Hochzeitskleid fotografieren.

Sofort nach der Diagnose hat sie nach Selbsthilfeorganisationen gesucht, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Wenn man sie fragt, warum sie das alles macht, dann sagt sie: „Ich will junge Frauen aufrütteln und ihnen sagen, geht zur Vorsorge, auch in jungen Jahren und lasst einen Ultraschall machen, auch wenn die Kasse das nicht zahlt.

Investiert die 40 Euro beim Frauenarzt, das kann euer Leben retten.“ Marie Krause-Jausel geht ihren ganz persönlichen Weg mit dem Krebs. Eine schwere und lebensbedrohliche Erkrankung kann jeden treffen, jederzeit, das machen wir uns nur nicht bewusst.

Spricht man mit Marie Krause-Jausel erlebt man eine lebenslustige, junge Frau, die sich vom Krebs ihr Leben nicht nehmen lässt, nach vorne schaut und gegen das Tabuthema Krebs ankämpft, auch wenn sie dafür durch den Matsch muss.

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