Marktplatz Witzenhausen: Die Platanen müssen weichen 

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Sie müssen weichen: Die Platanen, die derzeit noch den Marktplatz zieren, müssen beim Umbau weichen.

Die mit Spannung erwartete Entscheidung ist gefallen: Am Montagabend beschlossen die Witzenhäuser Stadtverordneten bei einer eigens terminierten Sondersitzung, dass für die lange diskutierte Umgestaltung des Marktplatzes die Variante II genutzt wird.

Von Nicolai Ulbrich

Witzenhausen. Dieser Entscheidung werden auch fünf Platanen zum Opfer fallen, was einer der Hauptgründe für die vielen Diskussionen im Vorfeld der teils hitzig-emotional geführten Debatten war. Die Tatsache, dass nach dem Patt in der jüngsten Abstimmung der Stadtpolitiker nun mit einer recht deutlichen Mehrheit von 18 zu 12 Stimmen pro Variante II entschieden wurde, bewertet Bürgermeister Daniel Herz als positiv: „Dies hat aber weniger damit zu tun, dass ich selbst Variante II bevorzugt habe, sondern damit, dass wir nun endlich die Planungen zur Umsetzung weiter vorantreiben können.“

Bevor es so weit war, lieferten sich die Anhänger beider „Varianten-Lager“ aber nochmal einen Schlagabtausch ihrer Argumente, die im gut gefüllten Rathaussaal für einiges Kopfschütteln und Gelächter sorgten. Letztlich beruhigten sich die Gemüter aber wieder und die Kommunalpolitiker machten durch die namentliche Abstimmung ihre Haltung auch transparent. Ebenfalls für einigen Wirbel im Vorfeld hatte der Antrag von der Fraktion „Bunte Liste/Die Linke“ über die Errichtung einer zweiten Gruppe im Waldkindergarten gesorgt. Da inzwischen aber die Entscheidung pro einer zweiten Gruppe gefallen ist, wurde der Antrag zurückgezogen. Um die zweite Gruppe bis Oktober zu realisieren, wird der Anbau eines Büroraums an den Kindergarten Ellerberg um einige Monate verschoben.

Das dafür vorgesehene Geld soll genutzt werden, um einen für eine Waldkindergartengruppe tauglichen Bauwagen anzuschaffen. Für den Wagen und weitere Kosten sollen 70.000 Euro bereitgestellt werden. Wesentlich unspektakulärer verliefen die weiteren Tagesordnungspunkte. So hatten die Koalitionsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen beantragt, die Nutzung des Werraufers zu konkretisieren. Dem Antrag wurde dahingehend stattgegeben, dass man nun nicht nur das östliche Ufer ins Visier nimmt, sondern auch die westliche Bebauung. Somit könne man auch dort eine komplette Planung angehen, sagte Bürgermeister Herz weiter.

Eine Anfrage zur Trinkwasserqualität in Gertenbach habe man weitergegeben, so Herz abschließend, Probleme diesbezüglich seien ihm nicht bekannt und könne er sich momentan schwer vorstellen.

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