Staatsminister informierte sich über das medienWerk Werra-Meißner

(V.li.) Auszubildender Osias Jalane und FSJlerin Pauline Perels berichteten dem Landtagsabgeordneten Lothar Quanz, Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann, dem Bundestagsabgeordneten Michael Roth und Landrat Stefan Reuß aus ihrer Arbeit.
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(V.li.) Auszubildender Osias Jalane und FSJlerin Pauline Perels berichteten dem Landtagsabgeordneten Lothar Quanz, Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann, dem Bundestagsabgeordneten Michael Roth und Landrat Stefan Reuß aus ihrer Arbeit.

Bei einem Besuch in Eschwege informierte sich der Bundestagsabgeordnete und Staatsminister Michael Roth über die Arbeit des medienWerk Werra-Meißner.

Werra-Meißner. Vor gut einem Jahr hat das medienWerk seine Arbeit aufgenommen. Jetzt hat sich der Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD) vor Ort über die Arbeit des Studios für digitale Kommunikation und Film informiert. Das Projekt wird im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung mit Bundesmitteln finanziert.

„Dass der Werra-Meißner-Kreis als eine von bundesweit 13 Regionen den Zuschlag für das Modellvorhaben erhalten hat, ist eine große Auszeichnung“, lobte Roth. Er stellte jedoch klar: Wenn die Bundesmittel versiegen – bis 2018 fließen rund 1,5 Millionen Euro für verschiedene Projekte in den Landkreis – muss das medienWerk auf eigenen Beinen stehen. „Aber der Kreis hat bewiesen, dass er Förderprojekte nachhaltig in die Eigenständigkeit überführen kann“, sagte Roth.

Region geht neue Wege

Dass der Kreis und der Verein für Regionalentwicklung mit dem Studio für audiovisuelle Medien ein Projekt auf die Beine gestellt haben, das man eher in Ballungszentren denn in Nordhessen verorten würde, bezeichnete Roth als „positiven Größenwahn“.

„Medienkompetenz gewinnt zunehmend an Bedeutung“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Zudem sieht er im medienWerk einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den demografischen Wandel. „Viele junge Menschen wollen in der Region bleiben“, hat auch Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmannn beobachtet, „aber dafür brauchen sie eine berufliche Perspektive“. Die bietet das medienWerk. Zwei Auszubildende zum Mediengestalter Bild und Ton sowie drei FSJler Kultur gehören bereits zum Team.

Was die im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt haben, stellten Projektleiter Drago Rajkovic und Praktikantin Saskia Ludwig den Gästen, darunter neben Fissmann auch der SPD-Landtagsabgeordnete Lothar Quanz, in zwei selbstproduzierten Imagefilmen vor. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Workshops sowie Audio- und Filmproduktionen – etwa für Vereine, Kommunen oder Unternehmen. Dabei ist das medienWerk nicht an seinen Standort gegenüber dem Eschweger E-Werk gebunden – auch mobile Produktionen sind möglich.

Heimische Wirtschaft stärken

Neben dem medienWerk sind das talentWerk und der Praxispool Unternehmen die größten Projekte des Modellvorhabens. „Die Frage lautet stets: Wie können wir die Region weiter voran bringen und die heimische Wirtschaft stärken“, fasste Landrat Stefan Reuß zusammen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das medienWerk dabei ein wichtiger Baustein ist.

Umso wichtiger sei es, das Projekt auf eine möglichst breite Basis zu stellen, betonte Alexander Feiertag. Er ist Vorsitzender der Kulturfabrik, die die Trägerschaft für das medienWerk übernommen hat. Für die Zukunft schwebt ihm beispielweise ein Ausbildungsverbund vor, dem auch die Städte und Gemeinden angehören. So könne gewährleistet werden, dass der Werra-Meißner-Kreis sich als Anlaufstelle für angehende Medienschaffende etabliert.

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