Mehr Hochwasserschutz an der Losse für Helsa, Kaufungen und Bettenhausen

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An manchen  Stellen der Losse wurde bereits in diesem Jahr gearbeitet.

Der Wasserverband Losse hat ein neues Hochwasserschutzkonzept entwickelt und investiert in neue Rückhaltebecken.

Die Region. Die Bilder sind noch präsent, wie im vergangenem Mai die Gemeinden entlang der Losse von den Fluten heimgesucht wurden. Kaufungen und Bettenhausen traf es besonders schwer. Auch in Helsa hatte man massive Schäden zu beklagen. Derzeit wird entlang der Losse bereits daran gearbeitet, dass solche Überschwemmungen der Vergangenheit angehören.

Rund 25 Millionen Euro sollen in den Hochwasserschutz fließen, wie es der Wasserverband Losse, dessen Vorsitzender Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß ist, auf Anfrage mitteilte. „In die gesamten Planungen ist das Regierungspräsidium Kassel als Prüf- und Genehmigungsbehörde von Anfang an mit eingebunden. Der Verband strebt an, bis Ende 2020 den Genehmigungsantrag einzureichen.“

Neue Hochwasserrückhaltebecken ab 2025

Vor allem die neuen Becken, die 2025 errichtet werden, sollen nach Angaben des Verbandes für Abhilfe sorgen: „Nachdem der Verband den Bau des Beckens Helsa bereits in 2018 beschlossen hat, wurde im Herbst 2019 auch der Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Beckens in Kaufungen gefasst. Das Hochwasser im Mai 2019 hat die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen bestätigt.“ Einfach ist die Aufgabe laut Wasserverband jedoch nicht, da die Ausschreibung europaweit für das Becken in Helsa erfolgen musste und die Maßnahmen in einem ökologisch sensiblen Gebiet umgesetzt werden müssen.

Es sei wichtig, alles so zu gestalten, dass die Natur möglichst wenig beeinträchtigt wird. Dazu der Wasserverband: „Zunächst war zu klären, wie die Geologie des Untergrundes beschaffen ist, immerhin soll der Damm bis zu zwölf Meter hoch werden. (...) Parallel zu den Planungen und dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Helsa soll das Rückhaltebecken Kaufungen in Angriff genommen werden, um die Umsetzung des gesamten Hochwasserschutzkonzeptes im zeitlichen Zusammenhang zu erreichen. Der Verband rechnet damit, das Becken in Helsa Ende 2023 in Betrieb zu nehmen. Für Kaufungen wird der Bau in 2024/2025 angestrebt. Von den Kosten sollen bis zu 80 Prozent durch Fördermittel des Landes Hessen finanziert werden.

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