Meinhard hat touristische Vermarktung in die eigene Hand genommen

Ann-Kathrin Holzapfel und Gerhold Brill vor dem Meinharder Rathaus, in dem sich seit 1. Januar auch das Verkehrsbüro der Gemeinde befindet. Foto: Renneberg

Seit 1. Januar verfügt die Gemeinde Meinhard im Rathaus über ein Verkehrsbüro, das Urlauber und Gäste mit Informationen und Angeboten versorgt.

Meinhard. Seit 1. Januar verfügt Meinhard über ein Verkehrsbüro. Dort erhalten Urlauber und solche, die es werden wollen, Infos zu Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten sowie gastronomischen Angeboten.  Verortet ist es im Bürgerbüro des Rathauses – ein Schild weist den Besuchern den Weg.

Dieser Schritt war nötig geworden, nachdem die Gemeinde dem Tourismus-Zweckverband den Rücken gekehrt hat. Denn mit dem Austritt entfällt auch die Betreuung durch die Touristinformation (TI) in Eschwege.

Ansprechpartnerin ist Ann-Kathrin Holzapfel

Anprechpartnerin im Verkehrsbüro ist Ann-Kathrin Holzapfel. Sie hat sich unter anderem bei einer Hospitation in der  TI in Eschwege auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.

Zudem hat die Gemeinde ihre Webseiteneuaufgelegt – und dabei großen Wert auf das Tourismus-Marketing gelegt. So finden sich unter der Rubrik "Verkehrsbüro" sämtliche Gastgeber und Gastronomen in den sieben Orten sowie zahlreiche Freizeitangebote in Meinhard und darüber hinaus. "Wir sind uns im Klaren darüber, dass der Urlauber nicht an der Gemarkungsgrenze von Meinhard Halt macht", sagt Bürgermeister Gerhold Brill. Er versteht Meinhard als Teil der Erlebnisregion Werratal. Saisonal sollen deshalb auch die Mohnblüte in Germerode und die Kirschblüte in Witzenhausen auf der Webseite beworben werden.

Meinhard sieht der Bürgermeister mit dem breiten Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, dem Premiumwanderweg P4 und dem Meinhardsee  touristisch gut aufgestellt. Potenzial macht Brill vor allem beim Rad- und Bootswandern aus. Anlegestellen an der Werra existieren bereits in Jestädt und Schwebda – in Frieda ist eine weitere geplant.

Zudem sollen die Höhengemeinden touristisch aufgewertet werden – etwa durch das Prädikat Luftkurort. "Neuerode, Hitzelrode und Motzenrode könnten langfristig unter der Bezeichnung ‚Luftkurort Hessische Schweiz‘ firmieren", blickt Brill voraus. Dafür müssten aber alle drei Orte ersteinmal einzeln zertifiziert werden. Und dafür müsste die Gemeinde einiges Geld in die Hand nehmen.

Brill rechnet mit Kosten von rund 5.000 Euro pro Jahr

Nach der Neuaufstellung des Tourismus-Marketings rechnet Brill mit jährlichen Kosten von 4.000 bis 5.000 Euro – für den Tourismus-Zweckverband fielen 60.000 Euro an.

Zu den Einsparungen trägt unter anderem bei, dass die Verwaltung die neuen Aufgaben mit dem vorhandenen Personal stemmt. Außerdem steht das Gastgeberverzeichnis lediglich als pdf auf der Webseite bereit – "auf Anfrage schicken wir auch einen Ausdruck zu", sagt Brill. So will die Gemeinde verhindern, dass teure Printerzeugnisse ungenutzt im Lager verkommen.

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