In U-Haft: Mitarbeiter der Sparkasse prellt Kunden um rund eine Million Euro

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Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen einen Privatkundenberater der Sparkasse Werra-Meißner.

Privatkundenberater der Sparkasse Werra-Meißner sitzt in Untersuchungshaft. Er soll seine Kunden um etwa eine Million Euro erleichtert haben.

Eschwege. In Untersuchungshaft sitzt derzeit ein 41-jähriger Mitarbeiter der Sparkasse Werra-Meißner.  Laut Staatsanwaltschaft Kassel läuft derzeit ein „Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges, der Untreue und Urkundenfälschung. Die Tatvorwürfe stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Beschuldigten als Privatkundenberater Private Banking. Gegenwärtig stehen die Aufarbeitung und Auswertung von umfangreichen Unterlagen des Kreditinstituts sowie der bei dem Beschuldigten sichergestellten Daten, Finanzermittlungsmaßnahmen wie auch weitere Zeugenvernehmungen an.“

Dazu der Vorstandsvorsitzende Marc Semmel

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Werra-Meißner, Marc Semmel, bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass man derzeit von einer Schadenssumme von etwa einer Million Euro ausgehe und weniger als fünf Kunden der Sparkasse betroffen seien.

„Der Zeitraum ist noch nicht abschließend geklärt, er geht schon einige Jahre zurück, die Hauptaktivitäten sind im Jahr 2018“, berichtet Semmel. Bei internen Kontrollmaßnahmen, die die Person des Mitarbeiters betrafen, seien Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Daraufhin habe man von Seiten der Sparkasse die betroffenen Kunden angesprochen und wäre so auf die Vorgänge aufmerksam geworden, berichtet der Vorstandsvorsitzende.

Enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kassel

„Wir sind in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Kassel und haben außerdem eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der Vorgänge beauftragt“, berichtet Semmel im Telefongespräch. Man sei an einer lückenlosen Aufklärung interessiert und habe ein hohes Interesse die Interessen der Kunden zu wahren. „Viele Mitarbeiter von uns, die ihre Arbeit redlich verrichten, sind verunsichert“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

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