Ab Montag sind wieder die Schüler unterwegs

Hier gibt es die zehn wichtigsten Regeln für Schulanfänger im Straßenverkehr von der Polizei.

Die Region.  Am Montag beginnt für die hessischen Schülerinnen und Schüler wieder die Schule. Speziell die Grundschüler, insbesondere die Schulanfänger, sind als Kinder die schwächsten Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr. Leicht lassen sie sich ablenken und reagieren oftmals unberechenbar. Neugier und spontanes Handeln verstärken dieses Verhalten, weiß Polizeihauptkommissar Jürgen Schnittger, Leiter des Verkehrserziehungsdienstes beim Polizeipräsidium Nordhessen, durch seine langjährigen Erfahrungen zu berichten.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Auf Grund ihres physiologischen Entwicklungsstandes sind sie noch nicht in der Lage, bestimmte Prozesse wie ein Erwachsenen durchzuführen. Auch die geringere Körpergröße der Kinder bedingt, dass sie nur bis zu einer begrenzten Augenhöhe den Verkehrsraum visuell erfassen können. Entfernungen und Geschwindigkeiten werden meist von den Jüngsten nicht richtig eingeschätzt.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind Kinder besonders gefährdet. Im noch ungewohnten Straßenverkehr drohen ihnen permanent Gefahren, die sie zu bewältigen haben. Und dies besonders im städtischen Schulumfeld, wo auf breiten, Straßen ein hohes Verkehrsaufkommen keine Seltenheit ist. Daher ist es unerlässlich, stets mit den Kindern die möglichen Gefahren, die sich auf ihrem Schulweg ergeben können, zu erörtern und entsprechende Verhaltensregeln zu erklären. Auch ist der kürzeste Weg nicht immer der sicherste. Mehr Sicherheit bieten z. B. ampelgeregelte Fußgängerfurten oder Zebrastreifen. Besonders schwierige Stellen oder große Kreuzungen sollte bewusst umgangen werden. Mit frühzeitig begonnenem Training werden die Kinder in sicherem und bewusstem Verkehrsverhalten gestärkt.

Die zehn wichtigsten Ratschläge für Schulkinder im Straßenverkehr von der Polizei. 1. Seien Sie immer Vorbild. Durch vorbildliches Verhalten von Bezugspersonen lernen Kinder mehr als durch ständige Ermahnungen.

2. Planen Sie den Schulweg. Sie erhalten bei der Anmeldung Ihres Kindes einen Schulwegplan. Darin sind die Fußgängerüberwege und Ampeln eingezeichnet.

3. Ziehen Sie Ihr Kind auffällig an. Helle, leuchtende Farben mit Reflektoren an Kleidung und Ranzen sorgen dafür, dass Ihr Kind besser wahrgenommen wird.

4. Üben Sie den Schulweg. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie Ihr Kind rechtzeitig mit dem Schulweg vertraut.

5. Begleiten Sie Ihr Kind zur Schule. In den ersten Schultagen sollten Sie Ihr Kind auf dem Schulweg begleiten.

6. Beobachten Sie den ersten Alleingang. Nach kurzer Zeit bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob Sie Ihrem Kind den Schulweg alleine zutrauen können. Beobachten Sie das Verhalten. Loben Sie Ihr Kind, wenn es sich richtig verhält! Kommt es an eine schwierige Stelle, helfen Sie weiter – schimpfen hilft hier nicht.

7. Nach der Schule. Wenn Sie können, holen Sie Ihr Kind nach dem Unterricht wieder ab. Hier gilt das Gleiche, wie auf dem Weg zur Schule.

8. Schulweg mit dem Auto. Wenn Sie Ihr Kind mit dem Pkw zur Schule bringen, darf es nur in den zugelassenen Kindersitzen befördert werden.

9. Wenn Sie Ihr Kind nicht selbst zur Schule bringen können. Suchen Sie eine Person Ihres Vertrauens und besprechen Sie mit ihr den ausgesuchten Schulweg.

10. Ausgeschlafen in den Straßenverkehr. Sorgen Sie für ausreichenden Schlaf Ihres Kindes. Quelle: Polizeipräsidium Nordhessen

Rubriklistenbild: © dpa

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