Naturpark: Geheimnis um neuen Namen wird am Mittwoch gelüftet

Die Bezeichnung ,Naturpark Meißner-Kaufunger Wald’ gehört bald der Vergangenheit an. Foto: Renneberg

Am Mittwoch stellt die Tourismusberatung BTE der Verbandsversammlung ihren Vorschlag für den neuen Namen des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald vor.

Werra-Meißner. Am Mittwoch, 18. Januar, wird das Geheimnis um den neuen Namen des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald im Kloster Germerode gelüftet. Bekannt ist bislang lediglich, dass der künftig die Bezeichnung Geo-Naturpark tragen soll – der Zusatz ist noch offen.

Entscheidend sei, dass sich die neue Bezeichnung gut vermarkten lasse und als Marke konkurrenzfähig gegenüber anderen beliebten Urlaubsdestinationen sei, macht Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi deutlich.

Mit der Namensfindung haben  die Verantwortlichen die Tourismus- und Destinationsberatung BTE aus Hannover beauftragt. "Es ist wichtig, einen Blick von außen auf die Region zu werfen", sagt Lenarduzzi. Die nötigen Infos für ihre Suche haben die externen Berater bei einem Workshop vor Ort  erhalten.

Werra, Meißner, Kaufunger Wald oder etwas ganz neues?

Ob die Verbandsversammlung den BTE-Vorschlag am Mittwoch annimmt oder sich weitere Bedenkzeit erbittet, sei allerdings noch offen, sagt Lenarduzzi. Zudem müssten Kreisausschuss und Kreistag dem Namen noch zustimmen, bevor dieser offiziell ist.

Bei der Namensfindung hatten die Profis aus Hannover einen schwierigen Spagat zu meis­tern: Auf der einen Seite sollen sich alle Partner darin wiederfinden, auf der anderen Seite sollte eine Bandwurm-Bezeichnung vermieden werden. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass der Naturpark nicht nur den Werra-Meißner-Kreis umfasst, sondern bis Lohfelden in den Landkreis Kassel hineinragt. Der ist zudem zu einem Drittel am Naturpark beteiligt.

So könnte es am Ende dazu kommen, dass nicht die geographische Lage, sondern der Kulturraum Pate steht. Etwa die Brüder Grimm oder deren Frau Holle. Damit würde sich der Naturpark allerdings von der üblichen Praxis abheben: Von den 102 deutschen Naturparks trägt lediglich der Natur- und Geopark TERRA.vita  keine geographische Bezeichnung im Namen. Er erstreckt  sich über den Teutoburger Wald, das Wiehengebirge und das Osnabrücker Land.

Werra-Anrainer werben für das "Werratal"

Bei den Werra-Anrainerkommunen dürfte ein solcher Name zudem nicht auf Begeis­terung stoßen. So warben die Bürgermeister von Eschwege und Wanfried intensiv dafür, dass sich das "Werratal" im Namen des Naturpark wiederfindet. "Keine andere Bezeichnung hat auch nur annährend einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad bzw. touristische Anziehungskraft", machte Wilhelm Gebhard (Wanfried) deutlich. Er verweist zudem auf die Verbindung nach Thüringen: "Dort wird das Werratal ebenfalls vermarktet. Davon kann unsere Region profitieren."

Sein Eschweger Kollege Alexander Heppe ergänzt: "Der Urlaubssuchende schätzt das Werratal mit seinen Angeboten und seiner Vielfalt. Jetzt, wo die Erfolge des jahrelangen Bemühens sichtbar werden, muss ‚Werratal‘ zwingend zum Bestandteil des neuen Namens des Naturparks werden." Zumal sich auch die Gemeinden mit der höchsten Erlebnisdichte und dem vielfältigsten Angebot entlang des Flusses befänden, so Heppe weiter.

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