Neubau auf 15.000 Quadratmetern: Spatenstich der Firma Grein erfolgt

+
(v.li.) Architekt Torsten Walter, Kai Kowalske (beide Vollack), Len, Gabriel, Rebecca, Georg Grein, Alexander Heppe, Wolfgang Conrad und Andreas Eisler Leiter der Abteilung Unternehmenskunden bei der  Sparkasse.

Die neuen Produktions- und Bürogebäude der Firma Grein in Eschwege sollen bereits im April fertiggestellt sein - neue Arbeitsplätze durch Großauftrag.

Eschwege. Der Spatenstich in der Thüringer Straße ist erfolgt, die Bagger haben schon begonnen zu arbeiten und das nicht ohne Grund. Schon im April 2018 sollen dort, wo heute nur feuchter, nordhessischer Boden zu sehen ist, die neuen Produktions- und Bürogebäude der Grein GmbH stehen. Es sollen sogar, wenn alles nach Plan läuft, bereits die ersten Maschinen eingebaut sein, für die komplette Fertigstellung ist der August vorgesehen. „Das ist eine sportliche Zeitplanung“, darin waren sich der Geschäftsführer der Grein GmbH, Georg Grein, und der Vertreter der Baufirma Vollack, Kai Kowalske, einig.

Neubau auf 15.000 Quadratmetern

Auf einem Gesamtareal von 15.000 Quadratmetern wird das Bauunternehmen Vollack aus Eisenach ein zweigeschossiges Bürogebäude mit etwa 1360 Quadratmetern und eine Produktions- und Lagerhalle in der Größe von etwa 4300 Quadratmetern errichten. 75 Arbeitsplätze, zum Teil im Drei-Schichten-Betrieb werden eingerichtet, zwölf neue Stellen werden geschaffen. Derzeit hat die Grein GmbH 63 Mitarbeiter an den zwei Standorten. Mit dem Neubau würden die Weichen auf Wachstum gestellt, erklärt Georg Grein.

Kürzere Wege

„Bisher haben wir unsere Produktion in Eschwege und im thüringischen Großburschla ausgeführt. Die langen Wege zwischen den beiden Produktionsstätten sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Mit dem Neubau schaffen wir völlig neue Produktionsmöglichkeiten“, sagte er beim Spatenstich. Der derzeitige Standort des Unternehmens am Hessenring wird zunächst beibehalten, die Firmengebäude in Großburschla sollen verkauft werden, erklärte der Geschäftsführer.

Freuen sich über den Startschuss für den Neubau: (v. li.) Georg Grein, Alexander Heppe und Wolfgang Conrad.

Großauftrag der Daimler AG

Grund für den Neubau ist die Erweiterung eines Großauftrags der Daimler AG/Mercedes-Benz für die Herstellung von Ladeböden und Seitenwänden. Da sich das Auftragsvolumen verdoppelt beziehungsweise vervierfacht hat, ist die Entscheidung für einen gemeinsamen Standort in Eschwege gefallen. Für die Abwicklung des Auftrages wird in eine Konfektionierungsanlage und in Fräsmaschinen investiert. Grein lobte die hervorragende Unterstützung durch die Stadt Eschwege. „Dass wir heute hier stehen ist unter anderem Herrn Wolfgang Conrad von der Wirtschaftsförderung Eschwege und Herrn Bürgermeister Heppe zu verdanken. Sie haben uns bei der Grundstückssuche unterstützt“, lobte er. „Es ist ein unglaublich toller Tag für Eschwege und die gesamte Region. Da tut sich was, da ist ein junger Unternehmer, der an die Region glaubt. Ich wünsche Ihnen immer prall gefüllte Auftragsbücher und zufriedene Mitarbeiter und damit für uns ordentliche Gewerbesteuerzahlen“, formulierte es Bürgermeister Alexander Heppe in seiner Rede.

Die Firma Grein

Drei Geschäftsbereiche hat die Grein GmbH: Stanz-Laser, Textil und Marketing. Im Bereich Stanz und Laser verarbeitet das Unternehmen Kunststoffe und Metalle mit modernen Laserschneidanlagen und Fräsmaschinen. Im Bereich Textil veredelt die Firma Textilien durch Bedrucken, Besticken oder Gravieren. Zum Bereich Marketing gehört eine Werbeagentur für die Unternehmenskommunikation im Print- und Onlinebereich sowie Werbetechnik für Außenwerbung. Das Unternehmen wurde in den 80iger Jahren, in Wanfried, von der Familie Grein gegründet. Zunächst wurden hauptsächlich Dienstleistungen der Weiterverarbeitung von verschiedenen Materialien ausgeführt. Der Betrieb konnte erweitert werden und wurde nach Großburschla verlegt. Im Jahr 2004 wurde die Grein GmbH gegründet deren Geschäftsführer heute Georg Grein und seine Mutter Rebecca Grein sind. 2014 erhielt das Unternehmen den ersten Großauftrag von der Friedola TECH GmbH. Das Unternehmen erwarb dafür die Gebäude am Hessenring in Eschwege und investierte dort in die erste Laserschneidanlage.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Zwei Vollsperrungen im Werra-Meißner-Kreis ab Dienstag

In den Gemeinden Hessisch Lichtenau und Sontra kommt es ab Dienstag zu Vollsperrungen
Zwei Vollsperrungen im Werra-Meißner-Kreis ab Dienstag

Bau geht gut voran: Kita-Neubau in Eschwege nimmt Gestalt an

Die ersten Wände stehen, das Dach soll im August folgen: Der Kita-Neubau am Bahnhof ist im vollen Gange.
Bau geht gut voran: Kita-Neubau in Eschwege nimmt Gestalt an

JSG Meißnerland hat mit erstem E-Jugend Training seit Beginn der Corona-Pandemie begonnen

In Walburg Trainierte jetzt mit Abstand und Wascheimer die E-Jugend der JSG Meißnerland
JSG Meißnerland hat mit erstem E-Jugend Training seit Beginn der Corona-Pandemie begonnen

Witzenhausen: Krankenschwester berichtet vom "Arbeitsalltag" im Pandemie-Krankenhaus

Von Arbeitsalltag, wie man ihn vor drei Monaten definiert hätte, kann im Pandemie-Krankenhaus in Witzenhausen aktuell keine Rede sein. Nicht nur für die Ärzte, sondern …
Witzenhausen: Krankenschwester berichtet vom "Arbeitsalltag" im Pandemie-Krankenhaus

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.