50 neue Stellen: Finanzamt Eschwege-Witzenhausen bekommt weitere Arbeitsplätze

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Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (5.v.li.) präsentiert die Pläne für den Standort Eschwege. Rechts Bürgermeister Alexander Heppe, Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt und die Amtsleiterin Heidrun Reisch.

In Eschwege werden im Finanzamt 50 neue Stellen im Zeuge der neuen Grundsteuerreform.

Eschwege. Die Grundsteuer-Bewertungsstellen des Landes Hessen werden neu organisiert. Zukünftig sollen diese nur noch an sieben von 30 Standorten vor Ort sein. Damit einhergehend werden Arbeitsplätze aus den Ballungsräumen in den ländlichen Raum verlagert. Für das Finanzamt Eschwege-Witzenhausen bedeutet das: 50 neue Arbeitsplätze bis 2025, bis dahin soll die Grundsteuerreform abgeschlossen sein. „Wir gehen bewusst raus aus den Ballungsräumen, um das Land zu stärken. Dort finden wir auch viele gute Bewerberinnen und Bewerber. Gleichzeitig wird die Steuerverwaltung durch die Bündelung noch effektiver“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bei seinem Besuch in der vergangenen Woche. Insgesamt arbeiten rund 420 Beschäftigte in der Bewertung, mehr als die Hälfte kommen aus den Ämtern der Ballungsräume.

Arbeit zu den Menschen bringen

„Arbeit in die Heimat und zu den Menschen bringen: Das möchte ich mit der Reform unserer Steuerverwaltung erreichen. Finanzämter im ländlichen Raum sollen gestärkt und aufgewertet werden. Wir bündeln Aufgaben und vergeben sie gezielt an Ämter abseits der Zentren. Die Verwaltung gewinnt durch die Zentralisierung weiter an Effektivität, die den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen neue Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten. Ganz praktisch heißt das auch: Beschäftigte können oft näher am Wohnort einen attraktiven Arbeitsplatz finden und müssen weniger weit pendeln“, sagte Schäfer.

Noch in diesem Jahr sollen 50 zusätzliche befristete Tarifstellen geschaffen werden. Die Beschäftigten sollen sich um notwendige Vorbereitungsmaßnahmen kümmern. 2020 stehen dann an den künftigen Standorten der Regionalstellen zusätzlich 50 unbefristete Tarifstellen zur Verfügung. „Die Einstellung bereits 2020 bietet uns genügend Vorlaufzeit, um die neuen Kolleginnen und Kollegen gezielt fortzubilden und so für einen effektiven Einsatz vorzubereiten“, so der Finanzminister. Derzeit arbeiten im Finanzamt Eschwege-Witzenhausen 120 Beschäftige, acht davon der Grundsteuerabteilung. „Die Einstellungen bedeuten eine deutliche Aufwertung, über die wir uns sehr freuen“, sagte Amtsleiterin Heidrun Reisch. Bürgermeister Alexander Heppe nannte den Vorstoß des Ministeriums einen „Vertrauensvorschuss in den ländlichen Raum“.

Noch völlig offen ist, wo die neuen Mitarbeiter ihren neuen Arbeitsplatz haben werden. Denn eines ist klar, weder in den Büroräumen in Eschwege noch in Witzenhausen ist Platz für die neuen Stellen. „Uns war wichtig, zunächst die Weichen für die Neuorganisation zu stellen, danach können wir uns mit der Immobiliensuche beschäftigen“, so Schäfer. Ob Anbau, Neubau oder Anmietung ist für den Finanzminister noch völlig offen. Er machte aber deutlich, dass der Standort Witzenhausen im Zuge der Umstellungen nicht geschlossen wird.

Die Standorte

Die Bewertungsstellen für die Grundsteuer sollen ab dem Jahr 2025 in den Finanzämtern Dillenburg, Dieburg, Eschwege-Witzenhausen (am Standort Eschwege), Fulda, Korbach-Frankenberg (am Standort Korbach), Michelstadt sowie im Finanzamt Rheingau-Taunus (genauer Standort noch offen) angesiedelt sein.

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