Neuer Platz soll Unteren Stad, Werra und Brückenhausen verbinden

Anstelle der Kreuzung soll ein Platz entstehen, auf dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und der Stadt, Werra und Brückenhausen miteinander verbindet. Foto: Renneberg
+
Anstelle der Kreuzung soll ein Platz entstehen, auf dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und der Stadt, Werra und Brückenhausen miteinander verbindet. Foto: Renneberg

Die „Verzahnung von Werra und Stadt“ schreitet voran: In Eschwege soll ein Platz entstehen, der Stad, Werra und Brückenhausen miteinander verbindet.

Eschwege. Ein Platz, auf dem Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigt agieren? Das könnte schon Ende des Jahres Realität sein – und zwar im Bereich Brückenvorplatz/1. Werrabrücke/Unterer Stad. Die dortige Kreuzung soll einem sogenannten "shared space" weichen, der Innenstadt, Werra und Brückenhausen verbindet.

Das Vorhaben ist Teil des Stadtumbauprojekts "Verzahnung von Werra und Stadt". Die Stadtverordneten haben dem Projekt am Donnerstag einstimmig zugestimmt.

Platz soll einheitlich gestaltet werden

Damit die Verzahnung sichtbar ist, sollen Teile der Fußgängerzone und der 1. Werrabrücke sowie die jetzige Kreuzung mit einheitlichem Pflaster gestaltet werden. Zudem werden unter anderem Gehwege verbreitert und die Fußgängerzone umgestaltet.

Als wesentliche Ziele nennt die Beschlussvorlage des Fachdienstes Stadtplanung für die Stadtverordneten, die Barrierewirkung für Fußgänger und Radfahrer auf der Kreuzung aufzuheben, die fußläufigen Verbindungen zwischen Stad und Brückenhausen zu stärken, den Unteren Stad aufzuwerten und die Werra sichtbar und erlebbar zu machen.

Damit all das funktioniert setzen die Planer auf eine Verkehrsberuhigung der Kreuzung. Die soll zwar weiterhin mit Pkw befahrbar sein, Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen sollen allerdings entfallen – genauso wie die bisherige Linksabbiegespur. Die Folge: Der Verkehr fließt deutlich zäher. Dafür soll es künftig möglich sein, von Brückenhausen kommend nach links in Richtung Stadthalle abzubiegen.

Die Kosten belaufen sich auf 618.000 Euro

Die Kosten betragen 618.000 Euro – gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Stadtumbaus. Der Startschuss soll Mitte August fallen. Ziel sei es, rechtzeitig vor Weihnachten fertig zu werden, um dem Handel das Weihnachtsgeschäft nicht zu verderben, sagte der bisherige Bauausschuss-Vorsitzende Alexander Feiertag.

Bei einigen Geschäftsleuten sorgen die Pläne dennoch für Unmut. Sie befürchten, dass  die Verkehrsberuhigung zum Rückgang des Durchgangsverkehrs führt und sie dadurch  Kunden verlieren. Für Dienstag ist deshalb ein Gespräch zwischen  Vertretern von Stadt und Wirtschaft anberaumt. Mit Blick auf den Beschluss vom Donnerstag stößt dieser Termin Kurt Eisenträger vom gleichnamigen Autohaus  allerdings sauer auf: "Wir hätten uns vor der Stadtverordnetenversammlung zusammensetzen müssen", moniert er – zumal Ausschussvorsitzender und Bürgermeister seit 18. April von den Bedenken der Geschäftsleute gewusst hätten.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Die Impfzentren in Eschwege und Fritzlar starten m 9. Februar

Die Impfzentren der Landkreise sind vorbereitet.
Die Impfzentren in Eschwege und Fritzlar starten m 9. Februar

Das Hausärztezentrum in Eschwege nimmt die Arbeit auf

Vier Hausärzte praktizieren unter einem Dach in der Nähe des Bahnhofs in Eschwege.
Das Hausärztezentrum in Eschwege nimmt die Arbeit auf

Wohnhausbrand in Heldra: Einsatzkräfte sind vor Ort

Wie die Polizei mitteilt, ist es heute Mittag zu einem Brand eines Wohnhauses in Heldra gekommen.
Wohnhausbrand in Heldra: Einsatzkräfte sind vor Ort

"Feuer und Flamme" fürs Mittelalter

Drachen, Elfen, Hexen und eine ganze Riege an Rittersleuten mit Gefolge hatten am vergangenen Wochenende Burg Hanstein fest in ihrem Griff. Zwei Tage lang konnten kleine …
"Feuer und Flamme" fürs Mittelalter

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.