Neues Ärztezentrum in Eschwege sieht vier Ärzte und eine Apotheke unter einem Dach vor

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Auf diesem Grundstück am Schützengraben soll das neue Hausärztezentrum mit Apotheke entstehen.

Der Ausschuss für Bauen und Umwelt hat, genau wie der Magistrat der Kreisstadt Eschwege, grünes Licht für den Bau eines Hausarztzentrums gegeben. Hier sollen vier Ärzte und eine Apotheke unter einem Dach zusammengeführt werden.

Eschwege - Nach dem Magistrat der Kreisstadt hat jetzt auch der Ausschuss für Bauen und Umwelt grünes Licht für die Genehmigung des Baus eines Hausarztzentrums im Bereich westlicher Schützengraben und Am Bahnhof gegeben. Mit nur einer Enthaltung wurde der Antrag angenommen. Bei der vorher geführten Diskussion sah die Mehrheit der Ausschussmitglieder mehr Vorteile als Nachteile in dem Bau des Zentrums.

Auf dem 4.000 Quadratmeter großen Grundstück sind ein Ärztehaus mit vier Praxen für Allgemeinmediziner, Parkplätze und eine Apotheke vorgesehen. Ein weiteres Gebäude soll als Facharzt-Zentrum in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden. Finanziert und geplant wird das Zentrum von Dr. Markus Theophel (Westring 92), Dr. Bernd Heinemann, Dr. Phillipp Siebrasse (beide Gemeinschaftspraxis Gebründerstr. 13) und dem Allgemeinmediziner Frank Enders aus Grebendorf.

„Wir rechenen mit einer Gesamtinvestition von etwa zwei Millionen Euro“, erklärt Dr. Bernd Heinemann. Die Einzelpraxen seien inzwischen an ihren Kapazitätsgrenzen, erklärt er und mit dem Zusammenschluss sei eine dauerhafte Sicherstellung der ärztlichen Versorgung möglich. Ein weiterer Vorteil ist nach Ansicht der Mediziner auch, dass alle Praxen behindertengerecht ausgestattet sein werden. Dass zwei Ärzte mit ihrer Praxis die Innenstadt verlassen, sahen die Ausschussmitglieder jedoch kritisch.

„Wir werden um jeden Arzt trauern, der die Innenstadt verlässt. Eine Ansiedlung an einem zentralen Knotenpunkt mit Bahn- und Busanschluss und mit einer Apotheke macht aber Sinn. Für Eschwege ist das eine Chance, die Zentralität von Eschwege zu zementieren auch im Hinblick auf das Umland, Meißner, Meinhard und Ringgau“, argumentierte Alexander Feiertag (SPD). Ein solches Hausärztezentrum in der Innenstadt zu realisieren, sei nicht möglich, berichtet der Eschweger Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad.

„Wir bekommen das in der Innenstadt nirgendwo unter, das ist verkehrstechnisch nicht zu realisieren. Für uns als Stadt ist das ein Riesenvorteil. Andere Kommunen kämpfen um so ein Hausarztzentrum, wir bekommen es durch den Grundstücksverkauf. Das ist ein Gewinn und kann der Einstieg in die Vermarktung des ganzen Gebietes westlich des Schützengrabens sein“, argumentierte Conrad. Die Tatsache, dass auch eine Apotheke geplant ist, führte zu Diskussionen.

Claus Wolf (CDU), der sich später in der Abstimmung enthielt, argumentierte: „Ich sehe da für die Innenstadt auch ein Problem, denn wenn durch den Weggang zweier Ärzte eine Innenstadtapotheke schließen muss, ist das nicht gut.“ Der Ausschuss stimmte den Planungen zu und bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung wird über das Thema erneut beraten.

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