Bürgermeister Herz blickte beim Neujahrsempfang auf ein ereignisreiches Jahr zurück

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Am vergangenen Freitag hatte die Stadt Witzenhausen zum traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Im Rahmen der Empfangs wurden auch der Bürgerpreis und der Ehrenamtspreis verliehen. Diese gingen an Gertrud Siekmann und die Hospizgruppe Witzenhausen/Neu-Eichenberg.

Witzenhausen. Bürgermeister Daniel Herz lud im Namen der Stadt Witzenhausen am Freitag zum Neujahrsempfang in den Rathaussaal ein. Herz eröffnete zum ersten Mal diese traditionelle Veranstaltung, nachdem er im Frühjahr 2018 sein Amt als Bürgermeister angetreten und ins Rathaus eingezogen ist. Nach der Eröffnungsrede des Bürgermeisters zogen die Sternsinger-Kinder durch die Reihen der Gäste, die zahlreich zu der öffentlichen Veranstaltung gekommen waren. Außerdem waren viele Ehrengäste anwesend, wie Herzs Amtsvorgängerin Angela Fischer, Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill, Landrat Stefan Reuß sowie Vertreter der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und viele mehr.

In seiner Ansprache blickte Herz auf das vergangene Jahr zurück. Dies sei sehr ereignisreich gewesen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit im April sei es zu einer Abschiebung eines Flüchtlings in Witzenhausen gekommen, welche eine nächtliche Demonstration und weiteren Demonstrationen und Großeinsätze der Polizei nach sich gezogen habe, erinnert sich Herz. „Fronten und Meinungen prallten hier aufeinander. Es wurden mit vielen Leuten Gespräche geführt und das Thema transparent in der Öffentlichkeit dargestellt. Den Abschluss fand das Thema dann bei einer gemeinsamen Kundgebung von Dekanin Laakmann, Landrat Reuß und mir, welche die Stimmung innerhalb der Bevölkerung von Witzenhausen wieder etwas beruhigte. In dieser gemeinsamen Kundgebung plädierten wir für Toleranz, Offenheit und Rechtsstaatlichkeit.” Außerdem sei das Jahr 2018, das Jahr der Brücken gewesen, leider im negativen Sinne, so der Bürgermeister weiter. Der spontan angekündigte Abriss der Bahnbrücke in Werleshausen habe ebenso für Unmut bei den Anwohnern gesorgt wie die Sperrung der Brücke bei Unterrieden. Wirbel habe es auch um die Umwidmung des brachliegenden Grundstücks am Kreisel gegeben, so Herz in seinem Rückblick. Der Bürgermeister hatte aber auch positives aus dem vergangenem Jahr zu berichten: Im Jahr 2018 konnten in Witzenhausen 134 Kinder als Neubürger begrüßt werden. Positiv sei auch die Bilanz bei den Zuzügen. Gerade gut angebundene Ortsteile wie Unterrieden und Gertenbach erfreuten sich großer Beliebtheit.

Auch 2019 erwarte Witzenhausen ein spannendes Jahr, so Herz weiter. So stünden nicht nur die Planungen zur Marktplatzumgestaltung und Neubau der Unterriedener Brücke an, sondern auch das Thema Straßenausbaubeiträge. Man wolle weiter „transparente Politik” betreiben, versprach er. Einen Betrag dazu soll auch ein Facebook-Auftritt der Stadt leisten, um dort über aktuelle Themen und Veranstaltungen zu informieren. „Witzenhausen hat viel, es muss nur gezeigt werden”, so Herz.

Bürgerpreis für Gertrud Siekmann

Gertrud Siekmann wurde von Uwe Linnenkohl vom Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner (li.) und Witzenhausens Daniel Herz (re.) mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet.

Besondere Höhepunkte an dem Abend im vollbesetzten Rathaussaal waren die Verleihung des Bürgerpreises und des Ehrenamtspreises. Der Bürgerpreis ging in diesem Jahr an Gertrud Siekmann. Siekmann habe sich auf vielfältige Art und Weise in den vergangenen Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert, betonte Herz in seiner Laudatio. Von 1993 bis 2016 habe sie unter anderem als Ortsvorsteherin von Hübenthal herausragende Aktivitäten umgesetzt. Neben ihrer kommunalpolitischen Arbeit engagiere sie sich seit 2005 im Weltladen des Arbeitskreises Eine Welt, vorrangig im Bildungsbereich.

Ehrenamtspreis für Hospizgruppe Witzenhausen/Neu-Eichenberg

Die Hospizgruppe Witzenhausen/Neu-Eichenberg wurde mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Der Ehrenamtspreis ging in diesem Jahr an die Hospizgruppe Witzenhausen/Neu-Eichenberg. „Sie begleiten auf Wunsch Schwerstkranke und Sterbende zu Hause, im Krankenhaus oder im Altenheim – gleich welchen Alters, Nationalität, Konfession oder Weltanschauung“, lobte Herz das Engagement der 25 ehrenamtlichen Helfer rund um die hauptamtliche Koordinatorin Annette Graser. Seit 1999 gibt es den Verein, der pro Jahr rund 40 schwerstkranke, sterbende Menschen und deren Angehörige begleitet. Seit dem Jahr 2017 bieten die Ehrenamtlichen auch Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche an, was für den gesamten Werra-Meißner-Kreis einmalig ist.

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