Notfallseelsorger referierte über psychische Probleme im Einsatz

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Pfarrer Ralph Beyer sprach vor Meinhards Feuerwehrleuten über psychische Probleme während und nach dem Einsatz von Rettungskräften.

Jestädt. Über psychische Probleme während und nach dem Einsatz von Rettungskräften referierte Ralph Beyer kürzlich in Jestädt. Der Pfarrer aus Wehretal ist seit vielen Jahren als Notfallseelsorger tätig. Die Veranstaltung initiiert hatten die Wehrführer von Jestädt, Patrick Möller und Jörg Wollenhaupt, die auch die anderen Meinharder Wehren eingeladen hatten. Beyer berichtete anhand verschiedener Beispiele aus seiner Arbeit als Notfallseelsorger.

Selbstschutz der Retter ist wichtig

Dabei ging er auch auf die Bedeutung des Selbstschutzes für die Rettungskräfte ein: "Nicht jeder ist an jedem Tag in der Lage, schwierige Aufgaben zu lösen. Wer sich nicht in der Lage fühlt, eine Person aus einem Pkw zu retten oder zu bergen, sollte auch nicht in der ersten Reihe stehen", betonte Beyer. Es zeuge von Stärke, so einen Zustand gegenüber der Einsatzleitung zu bekunden. "Es hilft niemandem, falschen Ehrgeiz zu zeigen und später zusammenzubrechen." Zudem wies Beyer darauf hin, dass oftmals auch die Unfallverursacher Beistand  benötigen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Nach dem Vortrag hatten die Zuhörer ausreichend Gelegenheit, mit Ralph Beyer über selbst erlebte Situationen zu reden. Ortsvorsteher Gerhard Pippert zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: "Solche Veranstaltungen sollten öfter wiederholt werden, um gut auf kritische Situationen vorbereitet zu sein und eventuelle posttraumatische Belastungsstörungen rechtzeitig zu erkennen."

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