Obst für die Schüler: Johannisberg-Schule setzt den richtigen Schritt in die Zukunft

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Der Wechsel machts: Ob Bananen, Melonen, Äpfel oder Birnen, das Sortiment wird stetig gewechselt.

Frisches Obst an Schulen ist oft Mangelware. Der Kiosk an der Johannisberg-Schule will dem entgegenwirken und bietet den Schülern eine kostenlose Auswahl von unterschiedlichem Obst.

Witzenhausen. Ein Riesensortiment an Süßem, belegten Brötchen, Fruchtschorlen und vielem mehr – aber oft fehlt es dem Schulkiosk an frischem Obst. Das hat die Johannisberg-Schule geändert und steckt mit ihren Schulfruchtprojekt ein Ziel für die Zukunft. Möglich macht es der hiesige Sponsor VR-Bank.

Gesunde Ernährung hat längst die Schulbank erreicht, dennoch mangelt es an den finanziellen Mitteln, um mehr Obst und Gemüse in den Pausen zu etablieren und zur gesunden Alternative für die Schüler zu werden. Und dazu muss es vor allem eines erlangen: Attraktivität. „Die Kinder sind von Zuhause oder aus den Supermärkten nur einwandfreie Produkte gewohnt – hat eine Banane eine Druckstelle wird sie meist nicht mehr gegessen“, erzählt Heinz-Peter Berger, der ehrenamtlich den Schulkiosk an der Johannisberg-Schule betreut und das Schulfruchtprojekt ins Leben gerufen hat. Er bewarb sich vorerst bei einer Sponsoring-Aktion, erhielt dabei jeden Monat fünf Kilogramm Obst für rund 700 Schüler. Durch den Transport war das Obst optisch nicht mehr ansprechend und wurde von den Schülern nicht angenommen. Eine Veränderung musste her: Zu wenig Obst für zu viele Schüler, in dürftiger Qualität.

Das Projekt soll vor allem eines bewirken: Kostenloses Obst für die Schüler.

Kostenloses Obst

„Wir wollten das Obst kostenlos anbieten und auch Abwechslung in das Sortiment bringen. Also erkundigte ich mich, wer bei dem Sponsoring mitmachte und stieß auf die örtliche VR-Bank“, resümiert Berger. Kurzerhand stampfte er sein eigenes Schulfruchtprogramm aus dem Erdboden und investierte zusammen mit der Bank 1.500 Euro, um den Schülern einen bunten Mix aus den Vitaminbomben bieten zu können.

Nun, nach zwei Jahren, in denen das Projekt läuft, blickt Berger zurück und sieht der Zukunft positiv entgegen. „Die Schüler stellen sich oftmals nicht mehr rechts in die Schlange, sondern links, wo sie das Obst bekommen. Wir kaufen es gut und günstig ein und bieten den Jugendlichen von Bananen, Erdbeeren, Äpfeln und Melonen ein weites Spektrum. Je nach Saison wechseln wir das Sortiment. Und dadurch, dass es kostenlos ist, bekommt jeder etwas davon – auch jene, die vielleicht nicht so viel Geld haben.“ Auch die VR-Bank ist begeistert von dem Projekt. Mirko Meinig, Abteilungsleiter für den Privatkundenvertrieb, äußert dazu: „Wir unterstützen solche Projekte gerne und stehen auch in Zukunft als Sponsor für dieses Schulfruchtprogramm bereit.“ Da wird Obst nicht nur zu einer Beilage, sondern nimmt einen primären Platz in den Pausen ein und ersetzt das ein oder andere Ungesunde. Ein Projekt, das der Schulkiosk auch in Zukunft weiterverfolgen wird.                                                                                                                                           (pam)

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