Tag der offenen Baustelle auf der A 44 fiel "ins Wasser"

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Sie trotzten dem Regen: Einige Besucher ließen sich nicht abhalten und über die Baufahrzeuge informieren.

Am Samstag gab es die seltene Gelegenheit die Brücken- und Tunnelbauwerke der Großbaustelle des A44-Ausbaus aus nächster Nähe zu betrachten. Doch strömender Regen und kühle Temperaturen ließen den Tag der offenen Baustelle sprichwörtlich ins Wasser fallen. Nur wenige Besucher nutzen das Angebot.

Oetmannshausen/Reichensachsen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, die Brücken- und Tunnelbauwerke der Großbaustelle des A44-Ausbaus aus nächster Nähe zu betrachten? Selten, daher war es auch umso ärgerlicher, dass beim Tag der offenen Baustelle am Wochenende extrem unangenehme Temperaturen herrschten und strömender Regen dafür sorgte, dass sich unter den großen Pfeilern der Wehretalbrücke kleine Seenplatten bildeten.

Logische Konsequenz: Überwiegend leere Shuttlebusse und Informationsstände, die von der ausführenden Projektgesellschaft DEGES ebenso organisiert wurden, wie weitere Aktionen sowie ein reichhaltiges Angebot an Getränken und Essen. Doch auch am Getränkestand von Antonia Linhose hielt sich der Andrang genauso in Grenzen, wie am benachbarten Bratwurststand. Die Mitarbeiterin vom Teichhof aus Grandenborn, die mit 20 weiteren Servicekräften am Spitzenbergtunnel für die Versorgung zuständig war, nahm es jedoch mit Gelassenheit: „Angesichts des ekligen Wetters muss man mit der Resonanz leben – und die hätte noch schlechter sein können.“ Auf etwa 500 schätzte Linhose die Zahl der Besucher auf der Seite gen Ringgau, ähnlich dürfte die Resonanz beim gegenüberliegenden Trimbergtunnel gewesen sein.

Eine einmalige Gelegenheit

Die in dieser Form einmalige Gelegenheit, zu Fuß die Verbindung zwischen den beiden Tunnelbauwerken über die Wehretalbrücke zu überqueren, nutzten dennoch einige Unverdrossene, die sich dick eingepackt und mit Regenschirmen den Wetterkapriolen stellten. Eben dieser Aspekt sorgte auch bei Dr. Stefan Franz, Projektleiter der DEGES, für wenig Freude. Der Diplom-Ingenieur dachte dabei nicht nur an die zahlreichen Mitarbeiter, die viele Aktionen vorbereitet hatten, wie etwa eine große Powerpoint-Präsentation der bisherigen Baumaßnahmen im Inneren einer der beiden Spitzenbergröhren – quasi Kino im Tunnel. Die diesmal von Petrus arg torpedierte Chance für die Bürger, einen Blick hinter die Kulissen des Mammutprojektes zu werfen, ließ Franz bereits in die Zukunft blicken: „Wir werden sicherlich im Zuge der Fertigstellung noch ein oder mehrere solcher Besichtigungstage anbieten, auch dann sollen besondere Aktionen zum Mitmachen animieren und informieren.“ Betrachtet man allerdings den organisatorischen Aufwand und die zahlreichen DEGES-Angehörigen sowie das zusätzliche Personal für den Tag der offenen Baustelle, musste man unweigerlich mit den frierenden Mitarbeitern in orangenen und gelben Westen fühlen.

Parkplatz überschwemmt

Erst recht bei Erreichen des Presse-Parkplatzes kurz vor Reichensachsen: Während bei Ankunft gut eine Stunde zuvor der Bereich noch einigermaßen trocken war, hatte sich inzwischen rund um das Auto eine Seenplatte gebildet und bildete quasi das passende Abschlussbild mit Symbolcharakter.

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