Open Flair 2016: 20.000 Besucher und fünf Tage beste Live-Musik

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Die Fantastischen Vier spielten am Samstagabend auf der hr3-Bühne. Foto: Tasdighi

Das 32. Open Flair ist Sonntag zu Ende gegangen. Fünf Tage lang versetzten 20.000 Besucher und zahlreiche Top-Acts Eschwege in den Ausnahmezustand.

Eschwege. Das 32. Open Flair war erneut ein Festival der Superlative: 20.000 Besucher, mitreißende Live-Musik und zahlreiche Kleinkunst-Performances versetzten Eschwege fünf Tage lang in Ausnahmezustand.

Begonnen hat die Party bereits am Dienstag, als Gäste aus ganz Deutschland den Campingplatz in Beschlag nahmen. Musikalisch ging es dann am Mittwoch in die Vollen - mit einer Auftaktband mit Headliner-Qualitäten. Die Donots eröffneten das Open Flair auf der Seebühne und lieferten eine Bühnenshow vom Feinsten - inklusive Klassikern wie "Stop the Clocks" und Covern wie "Westerland" und "We´re not gonna take it". "Alles muss kaputt sein" performte Frontmann Ingo Knollmann sogar direkt in der feiernden Masse.

Am Donnerstag ging es dann hochkarätig weiter - unter anderem mit den Killerpilzen und den Descendents. Zudem stand die traditionelle Eröffnungsshow im E-Werk auf dem Programm, bei der die Zuschauer einen Vorgeschmack auf die Kleinkunstdarbietungen des diesjährigen Festivals bekamen.

Auf dem Werdchen ging es dann ab Freitagmittag heiß her: Die Freibühne eröffneten die Trashkids, und Grizzly rockten als erste Band die hr3-Bühne. Weitere Höhepunkte am dritten Festivaltag waren die Auftritte von Feine Sahne Fischfilet, Wirtz, Madsen und Sum 41. Vom durchwachsenen Wetter mit zeitweisem Regen ließen sich die Besucher dabei kaum stören.

Das wandelte sich dann am Samstag endlich zum Guten. Zwar blieben die Rekordtemperaturen des vergangenen Jahres in weiter Ferne - strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen sorgten jedoch für beste Festival-Atmosphäre. Dazu trugen mit Jennifer Rostock, Bosse und den Fantastischen Vier auch Top-Acts auf allen drei Bühnen bei.

Den Abschluss am Sonntagabend bildete der sehnlich erwartete Auftritt von Limp Bizkit. Der diesjährige Headliner rockte ab kurz vor 23 Uhr auf der hr3-Bühne, nachdem dort unter anderem The Hives dem Publikum bereits ordentlich eingeheizt hatten.

Poetry Slam und Song-Wettbewerb

Hinzu kamen auch abseits der großen Bühnen zahlreiche gut besuchte und hochgelobte Veranstaltungen. Neben den beliebten Walk-Acts gab es unter anderem einen Song Slam, bei dem sich einheimische Künstler mit den Profis messen konnten. Unter 14 Teilnehmern setzte sich Tino Bomelino im Stechen gegen Julius Fischer - die blondere Hälfte des Fuck Hornisschen Orchestra - durch. Und auch Fans des Poetry Slams kamen voll auf ihre Kosten: Nach zwei Halbfinals traten die besten Slam Poeten am Sonntag im Finale im E-Werk gegeneinander an. Den Sieg sicherte sich Florian Wintels im Stechen gegen Sebastian 23.

Festival-Chef Alexander Feiertag zog bei der Abschlussshow am Sonntagabend ein zufriedenes Fazit und hatte ein dickes Lob für die Festivalbesucher parat: "Die 20.000 Leute feiern an fünf Tagen friedlicher als es 500 auf jeder Kirmes tun." Für das nächste Jahr stellte Feiertag erneut ein starkes Line-Up in Aussicht. "Wir haben das Festival genutzt und viele Gespräche mit wichtigen Agenten geführt." Details wollte er allerdings noch nicht nennen.

Moderiert wurde die Abschlussshow erneut von Dominique Macri und Felix Römer. Für Musik und Poesie sorgten The Incredible Herrengedeck, Jan Philipp Zymny, Yannik von der Unnaer Band Römisch Drei, Manfred Groove und Jason Bartsch.

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