Das Open Flair ist für Eschwege ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

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Das Team von Mc Z in der Eschweger Innenstadt.

Besucher des Open Flair kurbeln Konjunktur der Stadt Eschwege an

Eschwege. Wenn eine Stadt mit 20.000 Einwohnern für etwa eine Woche 20.000 Besucher bekommt, dann wirkt sich das auch auf Handel und Gastronomie aus, denn die Besucher des Open Flair bleiben nicht nur auf dem Festivalgelände. Neben den Verkaufs-Ständen und Spontan-Kneipen, die für das Festival in unmittelbarer Nähe von Campingplatz und Werdchen eröffnet werden, verzeichnen auch Supermärkte, Cafés und Restaurants ein deutliches Umsatzplus.

"Wir machen zum Open Flair die sechsfache Menge Eis und verkaufen auch soviel mehr Getränke, wenn das Wetter gut ist," berichtet Dorothee Vian vom gleichnamigen Eiscafé am unteren Stad.

20.000 nette Leute in der Stadt

Tegut-Filialgeschäftsführer Ronny Meier-Dulsky kauft zum Open Flair besonders ein. Dosenbier ordert er in großen Mengen. "Es muss billig sein, und es muss drehen. Aber noch wichtiger ist für uns die Atmosphäre. Die Leute haben gute Laune, keiner mosert, wenn es mal an der Kasse länger dauert, die Laune wirkt auch auf die anderen Kunden. Insgesamt haben wir ein Umsatzplus von etwa 20 Prozent an den Tagen."

Die Tatsache, dass etwa ein Dutzend Einkaufswagen verschwinden, trägt er mit Fassung. Es kommen 20.000 nette Leute, da fallen 10 bis 15, die einen Wagen mitgehen lassen, nicht ins Gewicht. Werden noch brauchbare Wagen auf dem Festivalgelände gefunden, bringt das Orgateam sie zurück, berichtet er.

"Für uns ist das Open Flair zusammen mit dem Johannisfest die beste Zeit im Jahr. Unsere Mitarbeiter freuen sich darauf, das ist für uns wie Olympia, da ist Höchstleistung gefragt", erklärt Johannes Zindel von McZ. Nach seinen Angaben verdoppelt sich sein Umsatz, und er verlängert deshalb auch die Öffnungszeiten.

Security kommt frühstücken

Für Bäckermeister Martin Große steigt der Umsatz zum Flair auch um mehrere tausend Euro. Er beliefert die Mitarbeiter mit frischen Brötchen. "Das ist für uns zwar ein Mehraufwand, aber es macht auch viel Spaß, denn das Team ist sehr entspannt", berichtet der Bäckermeister. Zu seinen treuesten Kunden gehören die Mitarbeiter der Security, die gegenüber von seiner Backstube im Dünzebacher Torturm untergebracht sind. Sie kommen regelmäßig zum Frühstück.

"Wenn Open Flair ist, hat bei EDEKA Zeuch die fünfte Jahreszeit begonnen. Wir haben die Warenbestände aufgestockt und die Liefer-Rhythmen umgestellt. Seit 1999 sind wir aktiv im Open-Flair-Geschäft und wissen deshalb genau, worauf es ankommt", berichtet Natalie Guddait. Neukauf baut jedes Jahr ein eigenes Zelt am Festivalgelände auf, dort können sich die Besucher mit allem Nötigen eindecken.

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