Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau: PD Dr. med. Ingo Bergmann ist neuer Chefarzt der Anästhesie

Dr. Ingo Bergmann ist neuer Chefarzt für Anästhesie und Intensiv und damit Chef von sieben Anästhesisten. Der Facharzt für Regionalanästhesie bestimmt die Nerven per Ultraschall, um sie vor einer Operation gezielt stillzulegen.
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Dr. Ingo Bergmann ist neuer Chefarzt für Anästhesie und Intensiv und damit Chef von sieben Anästhesisten. Der Facharzt für Regionalanästhesie bestimmt die Nerven per Ultraschall, um sie vor einer Operation gezielt stillzulegen.

PD Dr. med. Ingo Bergmann ist neuer Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin an der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau. Sein Fachgebiet ist die periphere Regionalanästhesie.

Hessisch Lichtenau - Seit dem 2. Januar hat die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau einen neuen Chefarzt: PD Dr. med. Ingo Bergmann übernimmt den Posten zunächst gemeinsam mit Dr. med Thomas Schnug, bevor dieser Ende des Jahres nach 28 Jahren als Chefarzt in der Orthopädischen Klinik verabschiedet wird. „Mit der Einstellung von Dr. Bergmann sind wir nicht nur weiterhin personell gut aufgestellt, sondern haben auch einen der besten Fachmänner der Region zum Thema Regionalanästhesie gewinnen können”, sagt Stefan David, kaufmännischer Vorstand von Lichtenau e.V. Beim Konzept der peripheren Regionalanästhesie werden anstatt einer Vollnarkose die betroffenen einzelnen Nerven oder Nervenkomplexe gezielt betäubt. „Bei der Methode kommt ein spezielles Ultraschall-Gerät zum Einsatz. Mithilfe des Ultraschalls können wir die angesprochenen Nerven gezielt lokalisieren und betäuben”, erklärt Dr. Bergmann.

Negative Folgewirkungen einer Vollnarkose entfallen damit. Geeignet ist diese Methode vor allem bei Patienten mit Vorerkrankungen, wie Blutdruckproblemen, Schlaganfällen oder Herzklappen. „Während bei einer Vollnarkose Kreislaufbeschwerden, eine Verminderung der Denkleistung oder Verwirrtheitszustände auftreten können, sind die Patienten bei dieser Methode weniger beeinträchtigt”, so Dr. Bergmann.

„Die Methode hilft den Patienten fundamental. Neben einer schnelleren Genesung nimmt sie ihnen auch die Angst vor einer Vollnarkose ”, sagt Stefan David. Dabei können die Patienten mit Beratung der Anästhesisten selbst entscheiden, ob sie ein zusätzliches Betäubungsmittel möchten, oder die Regionalanästhesie mit einer Vollnarkose kombinieren möchten. „Das liegt ganz beim Patienten. Wir beraten individuell und empfehlen das Beste für die jeweilige Operation”, sagt Dr. Bergmann. Zusätzlich zur Schmerzstilllegung über die Nerven wird dem Patienten ein Katheter zum Nerv gelegt, der durch eigenes Auslösen der Patienten elektrische Impulse fördert. Damit, so der Anästhesist, sei die Entstehung eines Schmerzgedächtnisses und chronischer Schmerzen sehr gering.

Neu ist die Methode an der Ortophädischen Klinik nicht. Bereits seit 18 Monaten besucht Dr. Bergmann die Klinik regelmäßig, um das Personal in dem Fachbereich zu schulen. „Das Gebiet der Regionalanästhesie ist sehr umfangreich. Die Anwendung lernt man nicht von heute auf morgen.” Die Methode wird in der Klinik nun beinahe täglich angewandt. Dazu wurden die neuesten technischen Geräte angeschafft. Etwa 500 bis 600 Knieprothesen werden im Jahr operiert, 600 Hüften eingesetzt. Dabei ist der Einsatz der Ultraschall-Methode im letzten Jahr um etwa 40 Prozent gestiegen.

„Man bleibt keine orthopädische Spezialklinik, ohne etwas dafür zu tun. Wir wollen auch in Zukunft eine Spezialklinik bleiben. Mit dieser Methode und Dr. Bergmann an unserer Seite gelingt uns das”, so Pfarrer Dieter Christian Peuckert, theologischer Vorstand von Lichtenau e.V.

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