Orthopädische Klinik aus Hessisch Lichtenau übernimmt OCP in Kassel

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Zukünftig deckt man zusammen alle Bereiche der Orthopädischen Chirurgie ab: (v.li.) Matthias Adler (Kaufmännischer Vorstand Lichtenau e.V.), Dr. Gerd Rauch (Orthopädisch-chirurgische Gemeinschaftspraxis und Praxisklinik Kassel) und Dieter-Christian Peuckert (Theologischer Vorstand Lichtenau e.V.).

Der Vertrag ist geschlossen, am 1. Januar wird die Orthopädische Klinik aus Hessisch Lichtenau die Orthopädisch-chirurgische Gemeinschaftspraxis und Praxisklinik Kassel übernehmen

Kassels/ Hessisch Lichtenau. Dr. Gerd Rauch ist vor allem bei Profisportlern in der Region eine feste Größe. Zusammen mit Dr. Anja Pohlner und Andreas Nickel betreibt er die Orthopädisch-chirurgische Gemeinschaftspraxis und Praxisklinik Kassel (OCP) in Kassel, wo rund 35.000 Patienten im Jahr ambulant behandelt oder operiert werden.

„Es war an der Zeit sich um einen Nachfolger zu kümmern, der die Praxis übernimmt und entsprechend weiterführt. Die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau ist daher mein erster Ansprechpartner gewesen“, erklärt Gerd Rauch.

Die Orthopädische Klinik behandelt rund 5.000 stationäre und etwa 7.000 bis 8.000 ambulante Patienten.

„Wir haben mit der OCP in der Vergangenheit schon eng zusammengearbeitet und können mit der Übernahme, die am 1. Januar wirksam wird, das gesamte Spektrum der Orthopädischen Chirurgie abdecken“, so Matthias Adler, Kaufmännischer Vorstand von Lichtenau e.V., zu dem die Orthopädische Klinik gehört.

Somit verfüge man in der Orthopädischen Chirurgie über ein entsprechendes Alleinstellungsmerkmal in der Region.

 „Wir sind eine diakonische Einrichtung und müssen keinem Investor Geld bescheren, sondern wir nutzen die erwirtschafteten Mittel, um sie wieder in den Verbund zu investieren“, so Dieter-Christian Peuckert, Diakonischer Vorstand von Lichtenau e.V.

„An eine Investorengruppe sollte die Praxis nie gehen, wichtig ist vor allem auch, dass alle 75 Mitarbeiter wie gewohnt in der Praxis weiterarbeiten können. Alle Parteien kennen sich schon lang, es ist also ein Vertrag, der unter Freunden abgeschlossen ist“, so Rauch.

Vorteil für die Patienten

Für die Patienten sollen sich aus der Übernahme Vorteile ergeben. Am Standort des OCP, das ab Januar dann „MVZ OCP Kassel“ heißen wird, soll sich außer dem Namen und Logo nichts ändern. Die Patienten können auch weiterhin entscheiden, wo sie sich behandeln lassen. Ändern soll sich vor allem der Ablauf hinter den Kulissen, was am Ende für die Patienten bedeutet, dass Termine schneller gegeben werden können und Informationen schneller ausgetauscht werden können.

Gemeinsam wolle man ein neues Weiterbildungskonzept erarbeiten, auch für das Personal soll es neue Möglichkeiten geben, etwa durch Arbeitszeitmodelle.

„Derzeit haben wir eine Arbeitnehmer-Situation, man muss für neue Arbeitskräfte attraktiv sein. Viele Ärzte möchten als Angestellte arbeiten, aber mit attraktiven Arbeitszeitmodellen. Auf diese Situation müssen wir uns verstärkt einstellen. Gerade in der Orthopädie, die bisher vor allem von Männern besetzt wurde, werden in den kommenden Jahren deutlich mehr Frauen beschäftigt sein. Man braucht immer gute Mitarbeiter. Ohne unser Team sind wir nichts“, so Rauch, der auch in den kommenden Jahren noch wie gewohnt in der Praxis arbeiten wird.

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