Palliativwegweiser bietet Orientierung für die letzte Lebensphase

AOK-Chef Klaus Herwig (2.v.li.) und die Pflegeberater (v.li.) Stefan Vogt, Thurid Ellenberger-Wüstling und Carina Deist. Für eine persönliche Beratung unter vier Augen kommen die Pflegeberater auch zu den Kunden nach Hause. Foto: Renneberg
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AOK-Chef Klaus Herwig (2.v.li.) und die Pflegeberater (v.li.) Stefan Vogt, Thurid Ellenberger-Wüstling und Carina Deist. Für eine persönliche Beratung unter vier Augen kommen die Pflegeberater auch zu den Kunden nach Hause. Foto: Renneberg

Die AOK Hessen bietet einen Palliativwegweiser an, mit dem sich Betroffene und Angehörige online über Angebote in der Region informieren können.

Werra-Meißner. Wenn die letzte Lebensphase anbricht, stehen sowohl Betroffene als auch Angehörige oftmals vor einem Berg von Fragen – worum muss ich mich kümmern, wo finde ich Hilfe, welche Angebote gibt es überhaupt?

Hier setzt der Palliativwegweiser der AOK Hessen an, den Klaus Herwig, AOK-Chef für den Werra-Meißner-Kreis, und die Pflegeberater Stefan Vogt, Thurid Ellenberger-Wüstling und Carina Deist am Donnerstag vorgestellt haben: Auf der Webseite www.aok.de/palliativwegweiser finden schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige eine Übersicht über Palliativstationen, Hospizdienste, spezialisierte Pflegedienste und Ärzte, Selbsthilfegruppen, Telefonseelsorger und Pflegeberater der AOK – geordnet nach Postleitzahlen und verschiedenen Kategorien. Zudem bietet die Webseite Informationen zu den Themen Patienten- und Betreuungsverfügung sowie Vorsorgevollmacht.

Familien sind oftmals räumlich getrennt

Aufgrund der familiären Situation vieler Menschen wird die Palliativversorgung immer wichtiger", sagt Herwig. Vor 30 Jahren habe es vielerorts noch starke Familienverbände gegeben – heute lebten viele Angehörige berufsbedingt außerhalb des Werra-Meißner-Kreises und könnten sich somit nicht im erforderlichen Maße um ihre Eltern oder Großeltern kümmern.

Umso wichtiger sei es, verlässliche Partner zu finden, betont Stefan Vogt. Dabei soll der Palliativwegweiser helfen. Damit das Konzept aufgeht, sei es jedoch wichtig, das Thema innerhalb der Familie offen anzusprechen. "Nur so können Angehörige wissen, wie sich die Sterbenden ihren letzten Lebensabschnitt vorstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen", betont Thurid Ellenberger-Wüstling. Bislang werde das Thema Sterben und Tod zu stark tabuisiert.

Sie steht AOK-Versicherten mit ihren beiden Kollegen seit 2009 auch für Gespräche unter vier Augen in den eigenen vier Wänden zur Verfügung. "Das Angebot ist unbürokratisch und kostenfrei", betont Klaus Herwig, "ein Antrag ist dafür nicht nötig."

EXTRA-INFO: Die Pflegeberater der AOK Werra-Meißner

Stefan Vogt: Telefon 05651-3021436

Carina Deist: Telefon 05651-307134

Thurid Ellenberger-Wüstling: Telefon 05651-307185

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