Selbsthilfegruppe für Parkinson-Patienten in der Gründungsphase

Anna Schmidt (li.) und Britta Salewski stehen hinter der Selbsthilfekontaktstelle des Kreises und unterstützen Betroffene unter anderem bei der Neugründung von Gruppen.

Interessenten für die Parkinson-Selbsthilfegruppe können sich jetzt bei der Kontaktstelle melden.

Werra-Meißner. Ein Leben mit Parkinson – der Krankheit, die einen bis hin zur Bewegungslosigkeit und zur Muskelstarre zwingt – ist kein Zuckerschlecken. Denn Parkinson verändert letztlich das ganze Leben.

 „Als ich die Diagnose bekam, war ich zunächst am Boden zerstört. Ich war gerade 62 und stand kurz vor der Rente“, erinnert sich Peter Stark zurück. (*Name geändert, Anm. der Redaktion). Er hatte Pläne wie er das letzte Drittel seines Lebens verbringen wollte. „Die änderten sich von jetzt auf gleich“, so der heute 76-Jährige weiter, der einfach das Beste aus seiner Situation gemacht hat. „Ich habe gekämpft und nicht den Kopf in den Sand gesteckt“, sagt Stark, der seinen Namen zum Programm machte. Verschiedenen Therapien und andere Maßnahmen begleiteten ihn, aber auch seine Angehörigen in den vergangenen 14 Jahren. „Eine Selbsthilfegruppe gab es damals nicht. Daher habe ich eine Neugründung angeregt“, merkt er an und stieß bei Anna Schmidt und Britta Salewski von der Selbsthilfekontaktstelle des Werra-Meißner-Kreises auf offene Ohren.

Über 40 Selbsthilfegruppen im Werra-Meißner-Kreis

„Wir haben viele Gruppen – insgesamt 40. Eine Selbsthilfegruppe „Parkinson“ haben wir derzeit noch nicht“, erzählen die beiden Beraterinnen, die nun Betroffene an die Hand nehmen, um sie zunächst bei ihrem ersten Schritt im März an die Hand zu nehmen. „Ziel soll es sein, dass sich die Gruppenmitglieder gegenseitig im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen“, weist Britta Salewski hin.

Seine Sorgen mit anderen teilen

Fragen nach der Auswirkung der Erkrankung auf das soziale Leben, der Umgang damit sowie diverse Unterstützungsangebote stehen bei den Treffen im Mittelpunkt. „Solch ein Angebot ist einfach optimal für Betroffene. Es zeigt mir letztlich, dass ich nicht alleine mit meiner Krankheit bin. Es gibt Menschen, die können genau nachempfinden wie ich fühle“, betont Peter Stark die Wichtigkeit einer solchen Selbsthilfegruppe. Doch bevor es zur Diagnose „Parkinson“ kommt, können bereits einige Symptome vorhanden sein. Betroffen sind zumeist Menschen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren. Dadurch, dass es sich um eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems handelt, zeigen sich die Auswirkungen schleichend. „Meine Schrift hat sich plötzlich verändert. Mein Arm machte, was er will. Heute macht fast mein ganzer Körper, was er will. Ich kann mich manchmal gar nicht bewegen. Meine Gliedmaßen erstarren“, erzählt der heute 76-Jährige. Menschen wie Peter Stark gibt es im Werra-Meißner-Kreis viele, die das Angebot einer Selbsthilfegruppe nutzen würden. Interessenten an der Teilnahme wenden sich bitte telefonisch an die Selbthilfekontaktstelle Werra-Meißner Anna Schmidt  05651-9592-23 und Britta Salewski  05651-9592-20 bzw. per Mail an selbsthilfekontaktstelle@werra-meissner-kreis.de.

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