Paul-Moor-Schule in Reichensachsen gewinnt den Umweltschutzpreis

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(V.li. Vorne) Die Schulsprecher Jennifer Ross und Jan Siebert und ihre Lehrerin Ulrike Presch für die Paul-Moor-Schule, nahemn den Preis von Landrat Stefan Reuß, Umweltdezernten Dr. Rainer Wallmann und der Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises, Gabriele Maxisch in Empfang.

Der Umweltschutzpreises des Werra-Meißner-Kreises wurde in der vergangenen Woche zum 25. Mal verliehen. Zum ersten Mal fand die Verleihung in der Adam-von-Trott-Schule in Sontra statt. Den ersten Platz belegte die Paul-Moor-Schule aus Reichensachsen.

Von Sonja Berg

Werra-Meißner - Nachhaltige Ideen, die in Gruppen mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden, zeichnet der Werra-Meißner-Kreis seit nun mehr 25 Jahren mit dem Umweltschutzpreis des Werra-Meißner-Kreises aus. In der vergangenen Woche fand die Preisverleihung zum ersten Mal in der Sontraer Adam-von-Trott Schule statt. In diesem Jahr musste sich die Jury aus elf eingereichten Projekten entscheiden. Ekkehard Roggee vom Naturschutzbeirat, Peter Brengel, Umweltberaterin Gabriele Maxisch, Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann und Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband waren sich einig, dass alle Bewerber einen tollen Einsatz brachten. „Wir freuen uns über jede Bewerbung, denn jede Aktion ist wichtig und zählt durch den Multiplikatoreffekt mehrfach“, so Gabriele Maxisch.

Den ersten Preis konnte in diesem Jahr die Paul-Moor-Schule aus Reichensachsen erreichen, die ihre Ergebnisse ihrer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit einreichte. An acht Tagen haben sich die Schüler klassenübergreifend zu Themen wie Müllvermeidung, Recycling oder sinnvolles Einkaufen beschäftigt. Lehrerin Ulrike Presch nahm zusammen mit den Schulsprechern Jan Siebert und Jennifer Ross die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 700 Euro entgegen.

Zweiter Platz für Rhenanus-Schule

Den zweiten Platz erreichte die Rhenanus Schule aus Bad-Sooden-Allendorf: Die Klassen G10 und G10a entwickelten eine Energiewerkstatt, mit deren Hilfe sie Grundschülern mit einfachen Versuchen erneuerbare Energien näherbringen können. Dieses Projekt wurde mit 500 Euro ausgezeichnet. Der dritte Preis wurde gleich zwei Mal vergeben, der Verein Blau Weiß Vierbach sowie das Pfarramt Bischhausen konnten sich jeweils über 300 Euro freuen.

Die Kirche in Bischhausen hat für die Fledermäuse, die im Kirchstuhl leben, ein Insektenhotel errichtet sowie Blühwiesen angelegt, damit die Fledermäuse in Zukunft mehr Nahrung für ihre Jungtiere finden. Die Kinderturn-Gruppe des Vereins Blau Weiß Vierbach veranstaltet seit November in regelmäßigen Abständen Tage im Dorf und der Natur. So haben die Kinder zum Beispiel Nistkästen für Meisen gebaut und diese im Wald aufgehangen, aktuell sind 15 der 18 ausgebrachten Nistkästen belegt. Hintergrund ist hier, den Jüngsten die Natur näher zu bringen und das Wissen der Alten an die Jungen weiterzugeben.

Zwei vierte Preise in Höhe von jeweils 150 Euro gingen an die Beruflichen Schulen Witzenhausen und die Beruflichen Schulen Eschwege, die ein regionales Mehrwegsystem entwickelten und den Klimawandel mit einem Trickfilm erklärten. Alle anderen Teilnehmer erhielten einen Anerkennungspreis in Höhe von 50 Euro.

Zum 25. Umweltschutzpreis des Werra-Meißner-Kreises zogen die Verantwortlichen auch einen Rückblick: „Es ist toll zu sehen, welche Projekte in 25 Jahren Umweltschutzpreis realisiert werden konnten, viele Themen sind in dieser langen Zeit dazu gekommen, Klimawandel oder Glyphosat sind Themen, an die früher niemand gedacht hat“, so Dr. Rainer Wallmann in seiner Rede. In 25 Jahren, in denen der Umweltschutzpreis des Werra-Meißner-Kreises verliehen wurde, gab es dafür 235 Bewerbungen und 62.000 Euro wurden an die Preisträger ausgeschüttet.

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