Abenteurer aufgepasst: Mit den Pfadfindern geht's durch die Welt

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Die Betreuer: (v.li.) Carmen Appel, Sabine Jacobs, Paula Heinemann und Nils Gädtke.

Der Pfadfinderstamm Witta ist wieder unterwegs und erlebt die Abenteuer der Region. Aber nicht nur da suchen sie nach dem Nervenkitzel der Natur, auch im Ausland sind sie unterwegs.

 Witzenhausen. Mit Neugier bewaffnet und mit einer gehörigen Portion an Mut erleben die großen und kleinen Kinder des Pfadfinderstammes Witta aus Witzenhausen die einen oder anderen Abenteuer im Werra-Meißner-Kreis. Aber nicht nur da durchforsten die Wöflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover die raue und wilde Natur – sie sind auch international unterwegs. So statteten sie Schweden und Holland einen Besuch ab und selbst der Landkreis Kassel blieb vor der Entdeckungslust der Weltenbummler nicht verschont.

Die Kinder entscheiden

„Wir sind ja nicht nur im Wald unterwegs“, erklärt Nils Gädtke, Leiter der Pfadfinderstufe. Denn die Jungen und Mädchen dürfen mitentscheiden. Ob es nun auf den Fußballplatz geht oder ins Schwimmbad: Die Kinder dürfen ihre Wünsche äußern und diese werden berücksichtig. „Natürlich kann nicht jeder Vorschlag erfüllt werden“, wirft Gädtke ein. Sabine Jacobs, Betreuerin der Wöflinge äußert hierzu: „Mit den Kleinen basteln wir oft, besuchen die Gelster und spielen in den naheliegenden Wäldern.“ In den Gruppenstunden wird jedoch nicht nur gebastelt oder entdeckt, es wird auch das eine oder andere Projekt ausgearbeitet. So war der Stamm auch im Jahr 2017 beim Weekend for Tolerance dabei und verteilte Fairtraide Bananen – der Stamm darf sich seit kurzem auch als einer der wenigen deutschen Stämme als Fairtrade bezeichnen und setzten damit einen Meilenstein in die Zukunft. Das Angebot ist vielfältig, umfasst neben den kleinen und großen Abenteuern auch das Fördern des Sozialverhaltens und Miteinanders. Es wird zusammen gelacht, der eine oder andere Streich gespielt, ein Ausgleich zur Schule geschaffen und die Welt erkundet.

Ein Blick in die Natur.

Die Welt entdecken

Einmal quer durch die Welt, möglich machen es die jährlichen Freizeitfahrten. Im Rahmen eines Themas wird ein Ort ausgesucht, ein Programm erstellt und letztlich dort ein Zeltlager aufgeschlagen. Der pädagogische Hintergrund nimmt während der Reise einen festen Bestandteil ein. „Das größte Erlebnis ist wohl das Weltpfadfindertreffen in Schweden. Es ist gigantisch. Eine Kleinstadt aus Zelten“, schwärmt Gädtke und erklärt, dass dort Pfadfinder aus über 250 Länder anreisen, um Teil der Veranstaltung zu werden. Von der Abenteuerlust gepackt geht es für die Kids durch die Ortschaften der Welt. An ihrer Seite die Betreuer. „Wenn man zu alt wird, um selbst aktiv mitzumachen, wird man eben Betreuer“, witzelt Gädtke, der mit seiner Gruppe auch spontan in den Wald fährt und die Jugendlichen mit nicht mehr als einem Kompass und einer Karte ausstattet. Ihre Aufgabe: Allein zu dem Treffpunkt gelangen. Für die Kids heißt es aber vor allem eines: Runter von der Couch und die Welt entdecken, nebenbei Freundschaften schließen und sich sozial engagieren.

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