Pfarrer im Kirchenkreis Eschwege wollen Integration fördern

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Die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises Eschwege. Foto: Privat

Beim Pfarrkonvent des Kirchenkreises Eschwege ging es unter anderem um die Integration von Flüchtlingen in Kirche und Gesellschaft.

Werra-Meißner. Um gastfreundliche Gottesdienste und ansprechende Predigten ging es beim diesjährigen Pfarrkonvent des Kirchenkreises Eschwege. Alle Pfarrer aus der Region trafen sich zu ganztätigen Beratungen über Fragen ihres Berufes. Exemplarisch berichtete Sieglinde Repp-Jost, Pfarrerin der Stadtkirchengemeinde in Eschwege, über ihren Dienst in der mit 4.500 Mitgliedern größten Gemeinde des Kirchenkreises und ihre Erfahrungen als Studienleiterin im Evangelischen Forum Werra-Meißner.

Ausführlich diskutierten die Pfarrer über ihre Beobachtung, dass zwar der Besuch normaler Gottesdienste rückläufig ist, aber anlassbezogene Gottesdienste großen Zuspruch finden. Dazu gehören etwa Schulanfangsgottesdienste, Kirchen-Kino oder Gottesdienste mit der Kindertagesstätte.

Sie diskutierten auch über die Aufgaben und Herausforderungen, die sich aus dem Zuzug von Flüchtlingen ergeben. Die Mehrzahl der Flüchtlinge sind Muslime. In vielen Gemeinden haben sich inzwischen Netzwerke gebildet, die Flüchtlinge unterstützen und praktische Hilfe leisten.

Einige Muslime, vor allem aus dem Iran, möchten auch Christen werden. Wie muss ein Unterricht aussehen, der ihren Bedürfnissen entspricht? Können Gottesdienste so gastfreundlich gestaltet werden, dass sich Menschen aus anderen Kulturen und Religionen darin wohlfühlen? Und welchen Beitrag kann die Kirche dazu leisten, dass das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen und Religionen gelingt?

Der Pfarrkonvent begann mit einer Andacht in englischer Sprache. Und er endete mit einem Abendmahlsgottesdienst nach der sogenannten "Lima-Liturgie", die Christen in der ganzen Welt miteinander verbindet. "Horizonterweiterung" sei angesagt, so Dekan Dr. Martin Arnold.

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