Pilotprojekt der erweiterten Nachbarschaftshilfe in Rambach

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In Rambach startet das Pilotprojekt des Regionalmanagements Nordhessen im Rahmen einer erweiterten Nachbarschaftshilfe.

Rambach. Bereits 2012 stellte das Regionalmanagement Nordhessen das Pilotprojekt "Sichere Versorgung im Katastrophenfall" in Rambach – nun trafen sich die zuständige Regionalmanagerin Bea Schließmann, der Sachverständige Holger Sincl und der Bürgermeister der Gemeinde Weißenborn, Thomas Mäurer,  mit Vertretern örtlicher Vereine und Organisationen, um nochmals genaue Informationen zu geben.

Erweiterte Nachbarschaftshilfe

Dabei war es dem Bürgermeister sehr wichtig, darauf hinzuweisen, das Wort "Katastrophe" nicht zu deutlich hervorzunehmen. "Das Projekt als erweiterte Nachbarschaftshilfe zu benennen, klingt besser, als Katastrophen heraufzubeschwören", so Thomas Mäurer. Dies passe auch besser, da keine Doppelstruktur zu bereits vorhandenen Helfer- und Hilfsorganisationen aufgebaut, sondern eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit gestärkt werden soll.So sieht das Projekt vor, denen zu helfen, die pflege- und hilfsbedürftigt sind und in extremen Krisensituationen Unterstützung brauchen. Bei Extremwetterereignissen wie Hochwasser, Überflutung, Stürme oder Orkane kann es   zu einer Überlastung der vorhandenen Systeme kommen,  die Feuerwehr, THW und andere Rettungsdienste haben möglicherweise keinen Zugang zum Ort. Dann soll die Aktion des Freiwilligen-vor-Ort-Systems (FvOS) da unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird. Dazu gehört eine geeignete Schulung der Ehrenamtlichen, wie im Fall einer Störung der kritischen Infrastruktur, darunter Telefon, Strom, Wasser und der Verkehrsinfrastruktur, verfahren werden muss.

Organisierte und strukturierte Hilfe

Damit es  im Ernstfall zu keiner "Hast, die nichts bringt" kommt, müsse ein Leitfaden aufgestellt werden, so Bea Schließmann über die weitere Vorgehensweise. "Auch wenn keine Krise wie die andere ist, so kann sich ein solcher Leitfaden als wichtig und wertvoll erweisen", bekräftigt auch Holger Sincl.Damit hängt auch die Hilfe zur Selbtshilfe zusammen. Da auch die erweiterte Nachbarschaftshilfe an ihre Grenzen stoßen kann, ist jeder Bürger dazu angehalten, sich über das Handeln in Krisensituationen zu informieren und die Eigenverantwortlichkeit wieder aufleben zu lassen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt einen Ratgeber für die Notfallvorsorge und dem richtigen Handeln in Notsituationen kostenlos zur Verfügung. Desweiteren finden Bürger dort eine private Checkliste. Weitere Informationen dazu unter  unter www.bbk.bund.deIm nächsten Jahr kommen die Verantwortlichen wieder zu einem Runden Tisch zusammen, um  die pflege- und hilfsbedürftigen Menschen zentral zu erfassen und abzuklären, wie weiter vorgegangen wird.Rambach ist eine von zwei Gemeinden, die auf Grund ihrer Lage und Infrastruktur für das Projekt auserwählt wurde.Nach  erfolgreicher  Umsetzung in Rambach steht in Planung, das Projekt auf  weitere nordhessische Kommunen zu übertragen.

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