Premiumwanderweg rund um St. Ottilien ist eröffnet

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(V.li.) Marco Lenarduzzi (Geschäftsführer Geo-Naturpark Frau-Holle-Land), Tilo Küthe (Bürgermeister Helsa) und Susanne Pfingst (Geo-Naturpark).

Auf 11,5 Kilometer können die Wanderer nicht nur die Natur bewundern, sondern auch Historisches über St. Ottilien erfahren.

Von Immanuel Dobrowolski

St. Ottilien - Eine Gruppe von Wandersleuten hatte sich am Sonntagmorgen in Sankt Ottilien versammelt. Auf dem Platz vor dem historischen Hugenottenhaus wurde mit der Eröffnung eines Premiumwanderweges ein weiteres Stück Geschichte für den Ort geschrieben. Marco Lenarduzzi, Forstamtsrat und Geschäftsführer des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, brachte an diesem Tag eine Urkunde des Deutschen Wanderinstituts mit.

„Der Weg hat mit 60 Punkten das obere Drittel der Wanderwege erreicht“, sagte Lenarduzzi an die Anwesenden gerichtet. „Eine Urkunde, die man durchaus im Rathaus aufhängen kann.“ „Das ist ein super Ergebnis und diese Auszeichnung ist uns sehr viel wert“, sagte der Bürgermeister Helsas, Tilo Küthe, bei der Empfangnahme der Urkunde. „Aber die Urkunde wird nicht nach Helsa, sondern ins Dorfgemeinschaftshaus hier in Sankt Ottilien gehen, dort wo sie hingehört.“

Bildet die Grundlage des neuen Premiumwegs: Der historische Wanderweg St. Ottilien.

Denn die Ortschaft ist nicht nur Namensgeber des Wanderweges, sondern mit ihrer Geschichte und Kultur auch Inspiration für den neuen Weg. „Der Premiumwanderweg 22 baut auf den historischen Wanderweg Sankt Ottiliens auf“, erzählte die Mitarbeiterin des Geo-Naturparks Susanne Pfingst. „Für die Entwicklung der Strecke haben wir uns mit den Fachleuten des Geschichtsvereins Helsa abgestimmt.“ So können Wanderer auf dem 11,5 Kilometer langen Weg nicht nur die Natur der Söhre, wie dieser Teil des Fulda-Werra-Berglandes genannt wird, entdecken, sondern sich auf Infotafeln entlang des Weges auch über die Geschichte des Ortes und der Gegend informieren. Das fängt bei dem im Jahr 1727 erbauten Hugenottenhaus an und führt unter anderem zur St.-Ottilien-Kapelle oberhalb des Dorfes, die bereits im 12. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt wurde.

„Mit der Stationen des Gläsnerborns und des Kohlenmeilers wird auch die Heimat und Geschichte der Hugenottensiedlung erschlossen“, so Naturpark-Geschäftsführer Lenarduzzi. Dieser freut sich auf für den gesamten Naturpark. „Wir haben jetzt eine extrem hohe Dichte an Premiumwanderwegen“, erläuterte Lenarduzzi. „Das ist natürlich erst einmal für den Tourismus klasse, aber auch für die Leute hier bei uns aus den Städten, die mit den Wegen die Möglichkeit haben, unsere reichhaltige Natur und Geografie zu entdecken und sich dabei noch zu erholen.“

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