Projekt Pro Innovation machte Schüler fit für Bewerbungsgespräche

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Das Lokale Bündnis für Familie und das Berufliche Gymnasium Witzenhausen haben zum neunten Mal den Workshop „Pro Innovation“ für Schüler ausgerichtet.

Von Tatjana Reichl

Witzenhausen.  Welche Erfahrungen kannst du mitbringen? Wie sieht es mit deinen  Sprachkenntnissen aus? Alles Fragen, die Mona Fresz sehr interessieren. Und Lea Reuß beantwortet diese bis auf einen kleinen Patzer sehr souverän. Doch auch diesen überspielt sie sehr gekonnt. Für alle Zuschauer ein ganz normales Bewerbungsgespräch – wären da nicht die zehn anderen Jugendlichen, die mit im Raum sitzen.

Hintergrund dieses Szenarios ist das Projekt "Pro Innovation", das das Lokale Bündnis für Familie und das Berufliche Gymnasium zum neunten Mal ausrichteten. In den drei Tagen des Workshops mit Mona Fresz, selbstständiger Dozentin und Job-Coach, haben die Schüler der Klasse 12 im Rathaussaal Aufgaben erarbeitet und analysiert. Ziel  ist es, für Bewerbungsgespräche gewappnet zu sein. So gibt es auch die Aufgabe des Selbstmarketings. Jedem Buchstaben seines Vornamens eine Eigenschaft zuzuordnen, stellte die Jugendlichen zunächst vor eine Herausforderung. Denn zum Selbstmarketing zählen auch die Schwächen. "Wie ich mich selbst gut darstelle, meine Schwächen erkenne und sie gut verkaufe, habe ich in den letzten Tagen erst richtig gelernt", so Henner Gädtke.

Schüler sollen sich besser im Leben zurechtfinden

"Die Schüler sollen nicht nur etwas für das Bewerbungsgespräch lernen, sondern sich besser im Leben zurecht finden können", äußert sich auch die Trainerin. Auch das Wechseln der Perspektive, indem Rollen verteilt werden und wechseln, gehört dazu und geschieht ganz nach dem Motto: ‘Erlebnis mit Ergebnis’. "Das hat mich sehr fasziniert. Die Schüler sind alle im Hier und in ihrer Rolle und werden sich bewusst, was sie gerade tun", merkt Katja Eggert vom Lokalen Bündnis für Familie an. Abschluss des Workshops war das fiktive Bewerbungsgespräch auf eine Praktikumsstelle, das Lea Reuß sehr authentisch durchlief. Die Mitschüler lobten ihren natürlichen und selbstbewussten "Auftritt".

Das Projekt "Pro Innovation ist auch für die Stadt Witzenhausen wichtig. Wir hoffen somit, künftige Leistungsträger in der Region zu halten und ihnen hier berufliche Perspektiven zu eröffnen", sagt Michael Zimmermann, Fachbereichsleiter der Verwaltung. Denn unterstützt wird das Projekt von regionalen Firmen, die selber Ausbildungsstellen ausschreiben. Damit wird der Kontakt zwischen den Schülern und Unternehmen hergestellt. Damit auch die Verbindung von Mona Fresz und der Kirschenstadt nicht so schnell verblasst, überreichte ihr Katja Eggert einen echten Witzenhäuser Kirsch-Secco.

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